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Mexico bietet Iran Unterkunft während der WM 2026 an — FIFA bestätigt Trainingsbasis in Tijuana

Präsidentin Sheinbaum sagte, Mexiko habe auf Bitte der FIFA zugestimmt, das iranische Team während der WM 2026 aufzunehmen, nachdem die USA dessen Übernachtung im Land abgelehnt hätten.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Mexico bietet Iran Unterkunft während der WM 2026 an — FIFA bestätigt Trainingsbasis in Tijuana
  • FIFA nennt Centro Xoloitzcuintle in Tijuana als iranische Trainingsbasis
  • Visa- und Sicherheitsfragen bleiben ungeklärt.

Nach Angaben der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum hat Mexiko der Bitte der FIFA entsprochen, die iranische Nationalmannschaft während der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 im Land zu beherbergen. Sheinbaum erklärte, die Bundesregierung sehe keinen Grund, dem Team die Übernachtung in Mexiko zu verweigern, nachdem die USA deutlich gemacht hätten, die Mannschaft nicht über Nacht aufnehmen zu wollen.

FIFA bestätigte später, dass das Centro Xoloitzcuintle in Tijuana als Trainingsbasis für Iran dienen werde. Die Auswahlmannschaft war ursprünglich mit Tucson in Arizona als WM-Basis vorgesehen; weil jedoch alle drei Gruppenspiele der Iraner in den Vereinigten Staaten angesetzt sind, ergaben sich im Vorfeld Fragen zur Unterbringung und Logistik, die nun durch die Vereinbarung mit Mexiko entschärft werden sollen.

Die Gruppenspiele der Iraner sind in Los Angeles gegen Neuseeland am 15. Juni und gegen Belgien am 21. Juni sowie in Seattle gegen Ägypten am 26. Juni terminiert. Das Team bereitet sich derzeit in Antalya in der Türkei auf das Turnier vor. Zugleich sorgen die andauernden Sicherheitsbedenken infolge des Kriegs im Nahen Osten weiterhin für Unsicherheit in Bezug auf Teilnahme und Reiseplanung.

In Teheran bestätigte Irans Sportminister Ahmad Donyamali, ihm sei von der FIFA zugesagt worden, dass alle Spieler Visa für die USA erhalten sollen. Die iranische Fußballföderation (FFIRI) hatte der FIFA eine Liste mit zehn Bedingungen vorgelegt, darunter die Forderung, auch Spieler, Betreuer und Funktionäre zu Visa zuzulassen, die ihren Militärdienst bei den Revolutionsgarden (IRGC) abgeleistet hätten.

Die US-Administration positionierte sich differenziert: US-Außenminister Marco Rubio machte deutlich, dass Spieler beim Turnier willkommen seien, zugleich aber Personen mit nachgewiesenen Verbindungen zur IRGC Einreisebeschränkungen drohen könnten. Vor diesem Hintergrund steht auch ein früherer Vorfall: Ein FFIRI-Funktionär namens Taj war bei der Einreise nach Kanada abgewiesen worden, sein Visum dort sei wegen mutmaßlicher Verbindungen zur IRGC annulliert worden.

Damit ist eine praktische Lösung für die kurzfristige Unterbringung der iranischen Mannschaft gefunden, doch bleiben Visaangelegenheiten und Sicherheitsprüfungen als zentrale offene Punkte bestehen. FIFA, US-Behörden und die beteiligten Verbände müssen nun Reisegenehmigungen und Einreiseauflagen mit den Spielplänen koordinieren, damit die iranische Mannschaft wie vorgesehen an den in den USA angesetzten Begegnungen teilnehmen kann.