Nintendo-Aktie fällt nach Preiserhöhung und schwächerer Absatzprognose für Switch 2 deutlich
Nach Preiserhöhung und gesenkter Absatzprognose für die Switch 2 brachen die Aktien des Konzerns an der Tokioter Börse deutlich ein.
- Nintendo senkt die Absatzprognose für die Switch 2 wegen gestiegener Speicherpreise
- Aktie rutscht mehr als acht Prozent ab.
Nach Angaben von Marktberichten geriet die Nintendo-Aktie am Montag unter erheblichen Verkaufsdruck, nachdem das Unternehmen den Preis für die Switch 2 erhöht und die Absatzprognose gesenkt hatte. Die Papiere schlossen in Tokio 8,4 Prozent tiefer bei 7.020 Yen und erreichten damit den niedrigsten Stand seit August 2024.
Im Mittelpunkt der Anlegerreaktion stand die aktualisierte Absatzschätzung für das laufende Geschäftsjahr bis März 2027: Nintendo erwartet nun 16,5 Millionen verkaufte Einheiten der Switch 2. Zum Vergleich hatte das Unternehmen seit dem Start der Konsole im Juni des Vorjahres bereits 19,86 Millionen Einheiten abgesetzt. Diese Anpassung veranlasste Investoren zu Gewinnmitnahmen und löste Befürchtungen über das künftige Umsatzwachstum aus.
Nach dem Schritt zur Preiserhöhung begründete Nintendo die Maßnahme mit gestiegenen Speicherpreisen, was die Nachfrageerwartungen zusätzlich belastete. Zugleich korrigierte das Unternehmen seine Prognose für Softwareverkäufe nach unten: Für die Kombination aus Original-Switch und Switch 2 werden nun insgesamt 165 Millionen verkaufte Softwareeinheiten erwartet, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von rund elf Prozent entspräche. Schwächere Spieleverkäufe gelten an den Märkten als weiteres Risiko, weil große Spielveröffentlichungen häufig als Impulsgeber für Hardwareverkäufe fungieren.
Daneben richten Investoren ihr Augenmerk auf mögliche Ankündigungen zu neuen Titeln und zur weiteren Produktpipeline, die das Umsatz- und Gewinnprofil der Plattform stabilisieren könnten. Bis solche Hinweise vorliegen, bleibt die Marktbeurteilung von kurzfristigen Kosten- und Nachfragefaktoren geprägt, was sich unmittelbar auf die Bewertung des Konzerns auswirkt.