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SpaceX vermietet Colossus 1 an Anthropic – Musk erklärt einstige Gegenspieler nun für Infrastrukturpartner

Anthropic erhält direkten Zugriff auf die Rechenkapazität des Colossus‑1‑Rechenzentrums von SpaceX, obwohl Elon Musk das Unternehmen noch vor Monaten heftig kritisierte.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: SpaceX vermietet Colossus 1 an Anthropic – Musk erklärt einstige Gegenspieler nun für Infrastrukturpartner
Anthropic übernimmt Colossus 1 in Memphis komplett und gewinnt damit binnen kurzer Zeit Zugang zu Hunderttausenden NVIDIA‑GPUs für Claude Pro und Claude Max.

Nach dem Schritt erklärte Anthropic, das Unternehmen habe einen Vertrag mit SpaceX abgeschlossen, der die vollständige Übernahme des Rechenzentrums Colossus 1 in Memphis vorsieht. Die Ankündigung erfolgte während der Entwicklerkonferenz Code with Claude in San Francisco und markiert eine sichtbare Kehrtwende in den Beziehungen beider Firmen.

Die Vereinbarung sieht Zugriff auf mehr als 300 Megawatt zusätzliche Kapazität vor und solle binnen eines Monats Zugriff auf über 220.000 NVIDIA‑GPUs ermöglichen, teilte Anthropic mit. Diese Kapazität werde direkt den zahlenden Kundinnen und Kunden der Angebote Claude Pro und Claude Max zugutekommen und die geplante Expansion der Dienste unterstützen.

Gleichzeitig erinnert der Schritt an die öffentliche Konfrontation der vergangenen Monate: Elon Musk hatte Anthropic wiederholt scharf kritisiert und das Unternehmen in der Vergangenheit als gefährlich bezeichnet. Auf seiner Plattform X schrieb Musk zudem, SpaceX sei bereit, Colossus 1 zu verleasen, behalte sich aber das Recht vor, die Kapazität zurückzufordern, falls Anthropics KI Handlungen begehe, die der Menschheit schaden. Diese Formulierung fand sich nicht in der offiziellen Mitteilung; offen bleibt, ob sie vertraglich festgeschrieben ist.

Anthropic war 2021 gegründet worden und hat sein Geschäft um die Idee der verantwortlichen KI aufgebaut. Die Modelle werden dem Unternehmen zufolge mit einem als Constitutional AI bezeichneten Rahmen trainiert, der ethische Grenzen verankern soll. In der Vergangenheit lehnte Anthropic Verträge mit dem Militär ab; die US‑Regierung stufte das Unternehmen zeitweise als Lieferkettenrisiko ein und schloss es von bestimmten Pentagon‑Aufträgen aus.