Iran droht mit totalem Abbruch der Verhandlungen nach US-Luftaktivität über Hormus
Nach US-Luftschlägen und iranischen Vergeltungsfeuern droht die Revolutionsgarde, Verhandlungen abzubrechen, und ordnet strengere Verkehrsregeln für die Straße von Hormus an.
- IRGC warnt vor einem totalen Stopp der Gespräche
- intensive US-Flugbewegungen über dem Golf deuten auf mögliche weitere Einsätze hin.
Die Kernentwicklung: Die Islamische Revolutionsgarde (IRGC) hat mit einem vollständigen Stopp der laufenden Verhandlungsprozesse gedroht, nachdem US-Streitkräfte in den vergangenen Tagen iranische Einrichtungen in und nahe der Straße von Hormus angegriffen hatten. Die IRGC erklärte, die Angriffe hätten eine Klausel des vereinbarten Rahmendokuments verletzt und kündigte an, künftige Verstöße mit härteren Maßnahmen zu beantworten.
Zugleich verschärfte sich die Lage militärisch. US-Streitkräfte reagierten auf einen mutmaßlichen Drohnenangriff auf einen Panamaflaggen-Öltanker mit Schlägen auf mehrere iranische Militärziele in der Region. Als Gegenreaktion startete Iran ballistische Raketen und Drohnen gegen Stützpunkte der US-Fünften Flotte; dabei wurde ein Wohngebäude nahe einem Flughafen in Bahrain beschädigt, es wurden jedoch keine Todesopfer gemeldet.
Inzwischen sind über der Straße von Hormus auffällige US-Militärflugbewegungen registriert worden. Tankflugzeuge und weitere Luftfahrtzeuge führten Flugmuster aus, die bereits bei vorigen nächtlichen Angriffen beobachtet worden waren. Diese Aktivität wurde als Hinweis auf mögliche weitere Operationen gegen iranische Einrichtungen gewertet und erhöht die Gefahr einer neuen Eskalationsrunde.
Daneben kündigte Teheran operative Änderungen für die Schifffahrt an: Transitwege wurden neu zugewiesen, und der Meeresabschnitt soll für den kommenden Monat unter iranischer administrativer Aufsicht stehen. Die britische Marinebehörde erhöhte zeitgleich die Gefahrenstufe für das Seegebiet und warnte vor Minengefahr sowie laufenden Räumungsmaßnahmen.
Die jüngsten Gefechte und die damit verbundenen Militärbewegungen stellen die fragile Vereinbarung zur Beendigung der Kampfhandlungen auf eine harte Probe. Ob die Drohungen der IRGC zu einem Ende der Verhandlungen führen oder ob diplomatische Kanäle eine weitere Eskalation verhindern können, bleibt vorerst unklar; die anhaltenden Flugbewegungen und die verschärften Seeanordnungen lassen die Wahrscheinlichkeit erneuter Zwischenfälle jedoch steigen.