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Oracle, AMD und Microsoft treiben starke Woche für Tech‑Titel — Software‑ETFs und Chipaktien markieren Rekordbewegungen

Oracle führt die Rallye an, nachdem ein Rechenzentrumsenergie‑Deal mit Bloom Energy ausgeweitet wurde; AMD und Microsoft erreichen historische Wochenraten, während breit gestreute Chipwerte im April deutlich zulegen.

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Titelbild: Oracle, AMD und Microsoft treiben starke Woche für Tech‑Titel — Software‑ETFs und Chipaktien markieren Rekordbewegungen
  • Oracle klettert week‑to‑date um 32 %
  • IGV steuert auf die beste Woche seit 2001, Intel und mehrere Chiphersteller verzeichnen starke April‑Zuwächse.

Nach Angaben von Marktbeobachtern erlebten Technologiewerte am Freitag eine der kräftigsten Wochenphasen seit Jahren, angeführt von Oracle, Advanced Micro Devices (AMD) und Microsoft. Oracle verzeichnete week‑to‑date ein Plus von rund 32 Prozent und steuerte damit auf die beste Wochenbilanz seit Oktober 1999 zu.

Im Mittelpunkt der Kursbewegung von Oracle stand die Ausweitung einer Vereinbarung zur Stromversorgung von Rechenzentren mit Bloom Energy. Demnach kontrahierte Oracle 1,2 Gigawatt Kapazität und erhielt zuletzt eine Wandeloption zum Kauf von Bloom‑Aktien im Volumen von 400 Millionen US‑Dollar. Marktteilnehmer bewerten solche Energie‑ und Infrastrukturdeals als Vorbereitung auf steigende Kapazitätsbedarfe für KI‑gestützte Dienste.

Nach dem Schritt legte auch AMD weiter zu: Die Aktie stand in der berichteten Woche etwa 13 Prozent im Plus, erreichte ein neues Allzeithoch und verzeichnete eine Serie von zwölf aufeinanderfolgenden Tagesgewinnen — die längste Gewinnsträhne des Unternehmens seit mehr als zwei Jahrzehnten. Microsoft rückte gleichzeitig kräftig vor und notierte mehr als 14 Prozent höher, womit die Aktie auf ihre beste Wochenperformance seit 2007 zusteuerte.

Zugleich folgt die Erholung von Microsoft auf starke Verluste im März, als das Unternehmen das bislang schlechteste Quartal seit 2008 meldete und innerhalb kurzer Zeit fast ein Viertel seines Börsenwerts einbüßte. Beobachter sehen in der jüngsten Erholung teilweise eine Gegenbewegung nach den vorherigen Kurseinbrüchen.

In breiterer Perspektive profitierten auch Halbleiter‑ und Ausrüsterwerte von der Marktstärke. Intel legte im April rund 55 Prozent zu, gestützt durch eine neun Tage andauernde Rallye im Zusammenhang mit Partnerschaften, unter anderem mit Google und Firmen aus dem Umfeld von Tesla. Broadcom, Micron, Marvell und ON Semiconductor verzeichneten im Monatsverlauf Zuwächse von jeweils etwa 30 Prozent.

Unterdessen stachen Software‑ETFs hervor: Der iShares Expanded Tech‑Software ETF (IGV) lag week‑to‑date bei rund 15 Prozent Plus und war auf Kurs für seine beste Woche seit Oktober 2001; ein Plus von mehr als 15,5 Prozent würde den Rekord markieren. Auch der SPDR Information Technology Fund (XLK) kletterte auf ein Rekordhoch und sammelte mehrere aufeinanderfolgende Tage mit Gewinnen.

Daneben blieben Sektorsignale und geopolitische Erwartungen spürbar: Hoffnungen auf eine längerfristige Beruhigung im Nahen Osten trugen nach Einschätzung von Marktteilnehmern zur Stabilisierung zuvor überverkaufter Software‑ und Techwerte bei. Trotz der jüngsten Erholung notierte der IGV‑Index für das laufende Jahr weiterhin rund 20 Prozent unter dem Vorjahresniveau.