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Pariser Katakomben nach fünf Monaten Renovierung wieder für Besucher geöffnet

Die Sanierung der rund 20 Meter unter Paris liegenden Kalksteinbrüche umfasste technische Erneuerungen an Belüftung, Beleuchtung und Elektrik sowie Konsolidierungsmaßnahmen zum Schutz der sterblichen Überreste und zur Verbesserung der Sicherheit für jährlich etwa 600.000 Besucher.

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Titelbild: Pariser Katakomben nach fünf Monaten Renovierung wieder für Besucher geöffnet
Ziel der fünfmonatigen Eingriffe war, das feuchte, bewegungsanfällige unterirdische Umfeld zu stabilisieren und zugleich das Besuchererlebnis behutsam zu modernisieren.

Nach Angaben der Betreiber sind die Katakomben von Paris nach fünf Monaten umfassender Arbeiten wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Eingriffe betrafen konservatorische Maßnahmen ebenso wie sicherheitstechnische Modernisierungen in den etwa 20 Meter unter der Stadt gelegenen ehemaligen Kalksteinbrüchen.

Im Mittelpunkt der Arbeiten standen die Erneuerung technischer Installationen: Beleuchtung, Elektrik und Belüftung wurden modernisiert, um den sensiblen musealen Bereich besser zu schützen und einen zuverlässigen Besucherbetrieb sicherzustellen. Zugleich erfolgten Konsolidierungen des Gesteins, weil das Umfeld sehr feucht ist und die alten Steinbrüche ständigen Bewegungen unterliegen.

Nach dem Schritt arbeiteten Architekten und Handwerker unter engen Zugangs- und Evakuierungsbedingungen, um die Maßnahmen innerhalb der kurzen Frist von fünf Monaten umzusetzen. Mauerarbeiten und elektrotechnische Erneuerungen liefen parallel; Maurer und Elektriker waren gemeinsam unter Tage im Einsatz, um die Infrastruktur für die jährlichen rund 600.000 Gäste zu verbessern.

Gleichzeitig betrifft die Wiedereröffnung das Netzwerk historischer Gänge und das ossuarische Ensemble, das seit dem späten 18. Jahrhundert die Überreste von Millionen Pariserinnen und Parisern birgt. Die jetzigen Eingriffe sollen die bauliche Substanz sichern und die langfristige Erhaltung der arrangierten Knochen- und Schädelformen gewährleisten, die das charakteristische Erscheinungsbild des Ortes prägen.

Daneben betonten die Verantwortlichen, dass die Maßnahmen nicht nur der Besucherführung dienen, sondern auch präventiv wirken, um Schäden durch Feuchtigkeit und geologische Bewegungen zu minimieren. Besucher können ab dem genannten Datum wieder die unterirdischen Bereiche besichtigen, deren makabres, historisches Ensemble seit jeher als außergewöhnliches Zeugnis der Stadtgeschichte gilt.