Pkw-Bestand 2025: 5,29 Mio. Autos zugelassen, Motorisierungsgrad steigt auf 573
Der Pkw-Bestand in Österreich ist Ende 2025 auf 5,29 Millionen gestiegen, was einem Plus von 54.208 Fahrzeugen und 573 Pkw pro 1.000 Einwohner:innen entspricht.
- Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren 5,29 Mio. Pkw in Österreich zugelassen, rund 1,0% mehr als ein Jahr zuvor.
- Die Zahl der Kraftfahrzeuge insgesamt stieg auf 7,51 Mio. (+1,2% bzw. +86.681).
- 86,7% der Pkw sind weiterhin Benzin- oder Diesel-Fahrzeuge, der Anteil sinkt aber seit Jahren.
- Erstmals waren Ende 2025 mehr als 700.000 Pkw mit alternativem Antrieb registriert.
- Die Bestandszahlen sind ein Indikator für Infrastrukturbedarf, Emissionspolitik und Versicherungsmarkt.
Österreichs Fahrzeugbestand wächst weiter. Zum Stichtag 31. Dezember 2025 waren laut Statistik Austria 5,29 Millionen Personenkraftwagen zum Verkehr zugelassen. Das sind 54.208 Pkw mehr als Ende 2024, ein Plus von rund 1,0%. Gleichzeitig stieg die Zahl der zugelassenen Kraftfahrzeuge insgesamt um 1,2% auf 7,51 Millionen – ein Zuwachs von 86.681 Fahrzeugen.
Mit dem höheren Bestand erhöht sich auch der Motorisierungsgrad: Er stieg im Jahresvergleich von 569 auf 573 Pkw pro 1.000 Einwohner:innen. Der Indikator ist für die Verkehrs‑ und Infrastrukturplanung zentral, weil er mit Parkraum, Straßennutzung, Verkehrsleistung und langfristig auch mit Investitionen in öffentliche und private Mobilitätsangebote verknüpft ist.
Beim Antrieb zeigt sich ein gemischtes Bild. Die große Mehrheit der Pkw fährt weiterhin mit Verbrennungsmotor: 86,7% sind Benzin‑ oder Diesel‑Fahrzeuge. Der Anteil dieser Antriebe nimmt jedoch seit Jahren ab, während alternative Systeme an Bedeutung gewinnen. Ende 2025 waren erstmals mehr als 700.000 Pkw mit alternativem Antrieb registriert, was den strukturellen Wandel im Bestand unterstreicht – nicht nur bei Neuzulassungen, sondern zunehmend auch im gesamten Fahrzeugpark.
Für die Klimapolitik und für die Wirtschaft ist diese Bestandsentwicklung aus zwei Gründen relevant: Erstens entscheidet der Bestand darüber, wie schnell sich Emissionen im Straßenverkehr tatsächlich verändern, weil ältere Fahrzeuge lange im Einsatz bleiben. Zweitens beeinflusst die Zusammensetzung des Bestands den Bedarf an Lade‑, Tank‑ und Werkstattinfrastruktur sowie an Energie‑ und Netzkapazitäten. Auch der Versicherungsmarkt orientiert Prämien‑ und Risikomodelle an der Flottenstruktur.
Regional unterscheiden sich Bestandsniveau und Antriebsmix teils deutlich. Ballungsräume weisen häufig andere Anteile bei alternativen Antrieben auf als ländliche Regionen, während Bundesländer mit hoher Pendlerintensität oft einen höheren Dieselanteil zeigen. Solche Unterschiede sind für Förderinstrumente und für die Standortplanung von Infrastruktur wichtig, weil sie die tatsächliche Nutzung und Nachfrage besser abbilden als österreichweite Durchschnittswerte.
Für die nächsten Monate wird der Fokus auf den Neuzulassungszahlen und auf der Entwicklung der alternativen Antriebe liegen. Entscheidend ist, ob der Trend bei elektrischen und anderen Antrieben schnell genug in den Bestand durchschlägt, um die Gesamtflotte spürbar zu verändern – und wie sich das Wachstum des Bestands im Verhältnis zur Bevölkerungsentwicklung weiterentwickelt.