Rattengift in Babybrei: Erpresser fordern zwei Millionen Euro
In Österreich sind mehrere Gläser Hipp‑Babybrei mit Rattengift gefunden worden. Offenbar hatten Erpresser zuvor zwei Millionen Euro gefordert; die Ermittlungen laufen länderübergreifend.
- Mindestens ein vergiftetes Gläschen wurde im Burgenland entdeckt
- betroffene Hipp‑Produkte wurden vorsorglich aus dem Handel genommen.
Nach Angaben des KURIER wurden in Österreich mehrere Gläser Babybrei der Marke Hipp entdeckt, die mit Rattengift versetzt waren. Ein betroffenes Gläschen fanden Eltern in Schützen am Gebirge im Burgenland; eine toxikologische Untersuchung bestätigte den Nachweis des Gifts. Die Behörden stuften den Vorfall als lebensgefährlich ein und leiteten umgehend Ermittlungen ein.
Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht nach Polizeiangaben eine Markierung an den manipulierten Gläsern: Auf der Unterseite befand sich demnach ein weißer Aufkleber mit einem roten Kreis. Ermittler vermuten, die Kennzeichnung sollte anzeigen, welche Gläser vergiftet wurden. Die Staatsanwaltschaft hat in Österreich ein Verfahren wegen vorsätzlicher Gemeingefährdung eröffnet; parallel laufen strafrechtliche Ermittlungen in Ingolstadt.
Zugleich entfernten Händler die betroffenen Hipp‑Produkte vorsorglich aus den Regalen. In einzelnen Filialen, darunter Spar‑Märkte, reagierten Mitarbeiter, indem sie die betreffenden Gläser aus dem Sortiment nahmen und Kundinnen und Kunden zum Prüfen der Verpackung rieten. Viele Käufer zeigten sich vor Ort sichtbar verunsichert.
Daneben betrifft der Fall offenbar nicht nur Österreich: Es wurden auch in Tschechien und der Slowakei betroffene Produkte gemeldet, in Brünn seien zwei vergiftete Gläschen sichergestellt worden. Die Ermittlungen werden länderübergreifend geführt, und eine vertiefte toxikologische Analyse soll nun klären, welche Dosis verabreicht wurde und wie groß die Gefährdung beim Verzehr gewesen wäre.