Nikkei fällt: US‑Iran‑Spannungen und Broadcom‑Ausblick drücken asiatische Börsen
Wiederaufgeflammte Kämpfe zwischen den USA und dem Iran sowie ein enttäuschender Umsatzausblick von Broadcom setzten Technologie- und KI‑Werten in Tokio und anderen asiatischen Märkten zu.
- Risikoscheue Anleger trieben Verkäufe bei Tech‑Papieren
- SoftBank verlor rund zehn Prozent, auch Zulieferer von Rechenzentrumstechnik gaben deutlich nach.
Nach Angaben von Marktbeobachtern gerieten die asiatischen Aktienmärkte am Donnerstag unter Druck, nachdem die Kämpfe zwischen den USA und dem Iran erneut aufloderten. Die geopolitische Eskalation trübte die Risikobereitschaft der Anleger deutlich, wodurch breite Verkaufswellen einsetzten und vor allem zyklische sowie technologieorientierte Werte belastet wurden. Händler verlagerten Positionen in sichere Anlageklassen, was die Handelsvolumina bei riskanteren Papieren weiter senkte.
Zugleich verstärkte ein enttäuschender Umsatzausblick des US‑Chipherstellers Broadcom die Abwärtsdynamik in Sektoren mit enger Verbindung zur künstlichen Intelligenz und zur Rechenzentrumsbranche. In Tokio gerieten Technologiewerte besonders unter Druck; der Technologieinvestor SoftBank fiel um etwa zehn Prozent und wurde damit zum auffälligsten Verlierer im Nikkei‑Index. Auch Hersteller von Rechenzentrumskomponenten verzeichneten deutliche Verluste: Ibiden gaben rund 7,3 Prozent nach, Fujikura schrieben ein Minus von etwa 5,8 Prozent.