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Tankrabatt läuft aus – Spritpreise dürften ab 1. Juli deutlich steigen

Die befristete Steuersenkung für Benzin und Diesel endet nach zwei Monaten; inklusive Mehrwertsteuer erhöht sich der Literpreis um 16,7 Cent. Preisänderungen an den Zapfsäulen werden voraussichtlich erst ab dem Mittag des 1. Juli sichtbar.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Tankrabatt läuft aus – Spritpreise dürften ab 1. Juli deutlich steigen
  • Die zeitlich befristete Steuerermäßigung für Kraftstoffe läuft aus
  • Tankstellen dürfen Änderungen erst ab 12:00 Uhr umsetzen.

Die Kernentwicklung: Nach zwei Monaten endet der Tankrabatt heute, sodass die Steuer auf Benzin und Diesel wieder auf das vorherige Niveau angehoben wird. Für Kraftstoff, der ab dem 1. Juli ein Tanklager oder eine Raffinerie verlässt, gilt erneut die höhere Abgabe; inklusive Mehrwertsteuer bedeutet das einen Aufschlag von 16,7 Cent pro Liter.

Im Mittelpunkt der Erwartungen steht ein spürbarer Anstieg der Preise an den Zapfsäulen. Verbraucherinnen und Verbraucher dürften die Wirkung der Steueranhebung erst am ersten Julitag mittags bemerken, weil gesetzlich vorgeschrieben ist, dass Tankstellen Preisänderungen erst ab 12:00 Uhr umsetzen dürfen. Ein sofortiger Anstieg um Mitternacht ist damit nicht vorgesehen, obwohl die Steuerermäßigung formal mit Beginn des Tages endet.

Der Schritt war ursprünglich als kurzfristige Entlastungsmaßnahme eingeführt worden, nachdem die Ölpreise im Zuge des Konflikts in der Straße von Hormus deutlich gestiegen waren. Die Maßnahme lief über zwei Monate und wurde mit Kosten in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro für den Bund veranschlagt. Eine abschließende Bilanz der tatsächlichen Haushaltsbelastung soll nach Abschluss und Prüfung der Abrechnungen folgen.

Zudem zeigen vorläufige Auswertungen, dass die Entlastung an der Zapfsäule nicht vollständig an die Kundinnen und Kunden weitergegeben wurde. Beim Diesel lag die Weitergabe des Rabatts nur bei etwa 73 Prozent, sodass unklar bleibt, in welchem Umfang Verbraucherinnen und Verbraucher von der Maßnahme tatsächlich profitiert haben. Unterschiede bei der Weitergabe können regional variieren.

Gleichzeitig werfen Auslaufen und Abrechnung fiskalische Fragen auf, die in den kommenden Monaten geklärt werden müssen. Für Autofahrerinnen und Autofahrer bedeuten das Ende der temporären Steuerermäßigung und die erwarteten Preisaufschläge kurzfristig höhere Kosten beim Tanken; das genaue Ausmaß der Belastung wird von regionalen Wettbewerbsbedingungen und der Preissetzungspraxis der Anbieter abhängen.