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Wirtschaft in Eurozone noch nicht auf Vorkriegsniveau, warnt EZB-Direktorin Schnabel

EZB-Direktorin sieht Erholung als unvollständig; Kerninflation bleibt erhöht und Klimaereignisse könnten Lebensmittelpreise weiter antreiben.

JKCM News Redaktion 1 Min Lesezeit
Titelbild: Wirtschaft in Eurozone noch nicht auf Vorkriegsniveau, warnt EZB-Direktorin Schnabel
  • Schnabel: Wirtschaft in der Eurozone liegt noch unter Vorkriegsniveau
  • anhaltende Kerninflation und Wetterextreme erhöhen Risiken für die Preisentwicklung.

Die Kernentwicklung zeigt, dass die Wirtschaftsaktivität in der Eurozone noch nicht das Niveau vor dem Ausbruch des Iran‑Konflikts erreicht hat. Isabel Schnabel bezeichnete die Erholung als unvollständig und machte deutlich, dass die Ökonomie weiterhin von einer erhöhten Inflationsdynamik belastet wird.

Im Mittelpunkt der Sorge steht die anhaltend hohe Kerninflation. Diese zugrunde liegende Preisentwicklung schmälert die reale Kaufkraft der Haushalte und erschwert das geldpolitische Vorgehen, weil die EZB zwischen Inflationsbekämpfung und der Unterstützung einer fragilen Erholung abwägen muss.

Zugleich warnte Schnabel vor externen Schocks, die die Lage zusätzlich verschärfen könnten. Sie nannte extreme Witterungsereignisse in Europa und die mögliche Ausprägung eines starken El‑Niño als Faktoren, die Ernteerträge und Lieferketten belasten und dadurch die Lebensmittelpreise nach oben treiben könnten. Solche Schocks würden die Marktvolatilität erhöhen und die Prognosen für die Inflation unsicherer machen.

Daneben verwies Schnabel auf die Notwendigkeit, politische Instrumente gezielt einzusetzen. Fiskalpolitik und Marktteilnehmer müssten auf die wachsende Wahrscheinlichkeit exogener Preisschocks reagieren; Maßnahmen zur Stärkung der Angebotsseite sowie temporäre, zielgerichtete Unterstützungen für einkommensschwache Haushalte könnten helfen, akute Belastungen durch höhere Lebensmittelpreise abzumildern, ohne die Gesamtinflation zusätzlich anzuheizen.

Insgesamt zeichnet sich damit ein Bild paralleler Risiken ab: makroökonomische Schwäche einerseits, persistenter Preisauftrieb andererseits. Die EZB werde die wirtschaftlichen Daten weiterhin genau beobachten, um die geldpolitische Ausrichtung an der Entwicklung von Nachfrage, Inflation und möglichen externen Schocks auszurichten.