Romanian football great Mircea Lucescu dies at age 80, hospital says
Bukarester Universitätskrankenhaus bestätigt den Tod des ehemaligen Spielers und erfolgreichen Trainers Mircea Lucescu im Alter von 80 Jahren nach einem Herzinfarkt; Lucescu hatte kurz zuvor sein Amt als Nationaltrainer niedergelegt.
Nach Angaben des Bukarester Universitätskrankenhauses ist Mircea Lucescu im Alter von 80 Jahren gestorben. Die Klinik bestätigte den Tod am Dienstag; Lucescu war zuvor hospitalisiert worden, nachdem er am Freitagmorgen offenbar einen Herzinfarkt erlitten hatte.
Im Mittelpunkt seiner langen Karriere standen sowohl seine Zeit als aktiver Spieler als auch seine Tätigkeit als Trainer. Als Kapitän führte er die rumänische Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft 1970; später gelang ihm als Übungsleiter der historische erste Einzug Rumäniens in eine Europameisterschaft, 1984. Über Jahrzehnte betreute er Clubs und Nationalmannschaften in ganz Europa und sammelte dabei zahlreiche Titel.
Inzwischen hatte Lucescu eine zweite Amtszeit als Nationaltrainer übernommen, um die Mannschaft für eine WM-Qualifikation zu führen. Er trat vergangenen Donnerstag von seinem Posten zurück, nachdem er während einer Trainingseinheit erkrankt war. Drei Tage zuvor hatte das Nationalteam in einem Play-off gegen die Türkei verloren und damit die Chance auf die WM-Teilnahme verpasst.
Gleichzeitig hinterlässt Lucescu ein weit verzweigtes sportliches Erbe und gilt in Rumänien als prägende Figur des Fußballs. Das Krankenhaus nannte ihn einen der erfolgreichsten rumänischen Trainer und Spieler und betonte, dass ganze Generationen sein Bild in Erinnerung behalten werden. Konkrete Angaben zu Trauer- oder Abschiedsregelungen veröffentlichte die Klinik nicht.
Daneben bleibt seine Rückkehr in das Nationaltraineramt nach einer Unterbrechung von 38 Jahren ein bemerkenswertes Kapitel seiner Karriere. Die erneute Verpflichtung zielte ausdrücklich auf die Qualifikation für eine Weltmeisterschaft; sein Engagement war Ausdruck der Hoffnung, die Verantwortlichen in Bukarest in ihm sahen. Nun wird die rumänische Fußballgemeinschaft seine Verdienste und die Spuren, die er im nationalen und europäischen Fußball hinterließ, würdigen.