SpaceX startet überarbeitete Starship‑Version V3 zu unbemanntem Testflug
Erster Flug der überarbeiteten Starship‑V3: Wiedereintritt bestanden, Landemanöver der Oberstufe scheiterte nach Triebwerksausfall.
- Nach monatelanger Überarbeitung hob die neue Starship‑Variante ab
- die Oberstufe überstand den Wiedereintritt, kippte dann beim simulierten Landeversuch und detonierte im Meer.
Nach Angaben von SpaceX startete das Unternehmen am Freitag in Texas die neueste, umfassend überarbeitete Variante seiner Schwerlastrakete Starship (V3) zu einem unbemannten Testflug. Es war der erste Einsatz des modifizierten Modells nach einer Reihe von Fehlschlägen im vergangenen Jahr und monatelanger technischer Nacharbeit. Der Flug sollte die überarbeiteten Strukturen und das Verhalten beim Wiedereintritt erproben.
Während des Einsatzes zündeten in der Oberstufe nur zwei der vorgesehenen drei Triebwerke, wodurch das vorgesehene Leistungsprofil nicht vollständig erreicht wurde. Trotzdem überstand die Oberstufe den Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und absolvierte das geplante Manöver zur Simulation einer Landung über dem Indischen Ozean. Bei diesem Abschlussmanöver kippte die Stufe wie erwartet um; nach dem Aufprall detonierte sie und löste eine explosionsartige Zerstörung aus.
Im Mittelpunkt der Mission stand die Demonstration von Teilfunktionen und das Verhalten der überarbeiteten V3‑Konfiguration unter realen Bedingungen. Die Ergebnisse sind deshalb gemischt: Bestimmte Systeme und das Wiedereintrittsverhalten zeigten erkennbare Fortschritte, doch die vollständige Systemsicherheit und die Fähigkeit zur kontrollierten Landung der Oberstufe wurden nicht erreicht. Gleichzeitig blieben technische Schwachstellen an der Triebwerkskonfiguration und der Startinfrastruktur sichtbar.
Daneben liefert der Test wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung. SpaceX verfolgt mit der V3‑Variante das Ziel, Startkosten zu senken und die Einsatzfähigkeit für künftige Missionen zu steigern. Der heutige Flug bestätigte Fortschritte in einigen Kernbereichen, machte aber zugleich deutlich, dass weitere Anpassungen und Analysen nötig sind, bevor die Oberstufe zuverlässig wiederverwendbar ist.
Unterdessen hat SpaceX bislang keine detaillierte Fehleranalyse veröffentlicht. Der Test wird als wichtiger Stimmungs‑ und Funktionstest gewertet; er liefert Daten für die nächsten Schritte in der Entwicklung der Starship‑Familie, ohne die noch offenen technischen Fragen zu beseitigen.