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Sonny Rollins, wegweisender Tenorsaxofonist, im Alter von 95 Jahren gestorben

Der amerikanische Tenorsaxofonist Sonny Rollins ist im Alter von 95 Jahren in seinem Haus in Woodstock gestorben. Seine markante Klangfarbe und sein beständiges Experimentieren prägten Bebop und modernen Jazz über mehr als fünf Jahrzehnte.

AP / JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Sonny Rollins, wegweisender Tenorsaxofonist, im Alter von 95 Jahren gestorben
  • Sonny Rollins gehörte zu den letzten großen Vertretern des Bebop
  • nach einer Lungenerkrankung zog er sich in den 2010er-Jahren weitgehend aus dem aktiven Musikleben zurück.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AP ist der Tenorsaxofonist Sonny Rollins im Alter von 95 Jahren gestorben. Eine Sprecherin teilte mit, er sei zu Hause in Woodstock, New York, gestorben; eine Todesursache wurde nicht genannt. In den vergangenen Jahren hatte ihn eine Reihe gesundheitlicher Probleme zunehmend ans Haus gebunden.

Im Mittelpunkt seiner Bekanntheit stand Rollins’ markante Klangfarbe und sein ständiges Experimentieren, das ihn über mehr als fünf Jahrzehnte an der Spitze des Jazz hielt. Schon früh galt er als Ausnahmetalent; sein Stil beeinflusste neben ihm zeitgenössische Größen wie John Coltrane und Charlie Parker und trug entscheidend zur Entwicklung des modernen Saxofonspiels bei.

Nach dem Schritt in die professionelle Szene sammelte Rollins frühe Erfahrungen an der Seite von Thelonious Monk und spielte zudem mit Miles Davis und Bud Powell, noch bevor er die Schule beendet hatte. In den 1950er-Jahren erzielte er mit Veröffentlichungen wie 'Saxophone Colossus' und späteren Trio-Aufnahmen seinen internationalen Durchbruch; diese Platten gelten bis heute als Meilensteine des Hard Bop und des modernen Jazz.

Zugleich war Rollins’ Karriere von wiederholten Rückzügen geprägt; er nahm sich immer wieder längere Pausen, um sich künstlerisch neu zu orientieren und seine Spielweise zu hinterfragen. Diese Disziplin und die Bereitschaft zur ständigen Weiterentwicklung führten in den 1990er- und 2000er-Jahren zu einer Reihe kritisch gelobter Alben und brachten ihm mehrere Grammys ein, darunter Auszeichnungen in den Jahren 2001 und 2006.

Inzwischen schränkte eine Lungenerkrankung seine Auftrittstätigkeit zunehmend ein: Pulmonale Fibrose führte dazu, dass er ab Ende der 2000er-Jahre weniger auftrat. Sein letztes Konzert gab er 2012; 2014 beendete er seine aktive Spieltätigkeit. Neben seinem musikalischen Werk hinterlässt Rollins familiäre Angehörige, darunter einen Neffen und zwei Nichten.