Spanien demütigt England 4:0 – Lionesses verlieren größte Partie unter Wiegman
Die 4:0‑Niederlage in Palma de Mallorca ist Englands schwerste seit 2009 und setzt die direkte Qualifikation für die WM 2027 aufs Spiel.
- Die Niederlage kostet England die Kontrolle über den Gruppensieg
- ein Sieg gegen die Ukraine reicht allein nicht mehr.
Die Kernentwicklung: Spanien hat England in Palma de Mallorca mit 4:0 besiegt und damit die Lionesses ihrer bislang größten Niederlage unter Trainerin Sarina Wiegman ausgesetzt. Das Ergebnis ist Englands deutlichste Pleite seit 2009 und stellt die Aussichten auf die automatische Qualifikation für die WM 2027 in Frage.
Im Mittelpunkt der Partie standen spanische Dominanz und englische Probleme im Spielaufbau. Spanien ging früh durch Patri Guijarro in Führung, die eine Lücke nutzte und den Ball an England‑Torhüterin Hannah Hampton vorbei ins Netz schob. Noch vor der Pause traf Alexia Putellas, die England mehrfach entkam und damit die Überlegenheit der Weltmeisterinnen untermauerte. Putellas erhöhte später zum zweiten Mal, bevor Aitana Bonmatí mit einer Vorlage für Claudia Pina den Endstand herstellte.
Unterdessen reagierte das England-Lager betroffen auf die klare Niederlage. Trainerin Sarina Wiegman sagte, die deutliche Pleite tue weh, und kündigte eine genaue Analyse der Ursachen an. Kapitänvertretung Keira Walsh räumte ein, das Team sei nicht gut genug gewesen; sie nannte spezifisch Probleme beim Herausspielen aus dem eigenen Strafraum und das Empfinden, Spaniens Präsenz überall auf dem Platz gespürt zu haben. Ex-Spieler und Beobachter beschrieben Defensivschwächen und einen Mangel an Energie und bezeichneten den Abend als einen, den man schnell vergessen wolle.
Daneben hat das Ergebnis unmittelbare sportliche Folgen für den weiteren Verlauf der Qualifikation: England benötigt im letzten Gruppenspiel gegen die Ukraine nun mehr als nur einen Sieg, weil Spanien durch den Erfolg die besseren Voraussetzungen im direkten Vergleich besitzt. Für das Trainerteam steht nach der Rückkehr die kurzfristige Aufarbeitung und taktische Neuausrichtung im Vordergrund, bevor am Dienstag das abschließende Gruppenspiel ansteht. Die deutliche Leistungsdifferenz gegen den amtierenden Weltmeister liefert Wiegman und ihrem Stab reichlich Prüfaufgaben für die verbleibende Vorbereitungszeit.