Spirit Airlines stellt nach 34 Jahren den Betrieb ein
Die US‑Billigairline hat alle Flüge gestrichen und leitet eine geordnete Abwicklung ein; eine staatliche Rettung kam nicht zustande.
- Spirit hat den Flugbetrieb eingestellt und kündigt Rückerstattungen an
- Hilfe bei Umbuchungen auf andere Airlines wird nicht angeboten.
Nach Angaben des Unternehmens hat die US‑Billigfluggesellschaft Spirit Airlines am Samstag nach 34 Jahren den Betrieb eingestellt und eine geordnete Abwicklung ihrer Aktivitäten eingeleitet. Auf der Firmenwebsite wurde mitgeteilt, dass alle Flüge abgesagt und der Kundendienst nicht länger erreichbar sei; die sofortige Abwicklung der Operationen habe begonnen.
Im Mittelpunkt der Mitteilung stand der Hinweis, dass Kunden mit Rückerstattungen rechnen können, allerdings keine Unterstützung bei der Umbuchung auf Verbindungen anderer Airlines angeboten werde. Die Stellungnahme würdigte zugleich den Einfluss des ultra‑billigen Geschäftsmodells auf den Markt über die vergangenen Jahrzehnte, ohne konkrete Angaben zum weiteren Zeitplan der Abwicklung zu machen.
Nach dem Schritt war klar, dass eine erhoffte staatliche Unterstützung nicht zustande gekommen war. Präsident Donald Trump erklärte, seine Regierung habe der Airline am Freitag ein finales Angebot für eine staatlich finanzierte Übernahme vorgelegt; eine Einigung sei jedoch nicht erzielt worden. Spirit war seit 2024 erneut in Insolvenzverfahren verwickelt und hatte sich zuletzt Ende 2025 erneut um Schutz nach Chapter 11 bemüht.
Zugleich blieben die finanziellen Probleme des Unternehmens gravierend: Spirit hatte seit 2020 erhebliche Verluste verzeichnet und in Gerichtsunterlagen im August 2025 umfangreiche Verbindlichkeiten und Vermögenswerte ausgewiesen. In der Mitteilung wurden keine weiteren offiziellen Sprecher zitiert, und Details zu Gläubigerverhandlungen oder zum Ablauf der Insolvenzprozesse fehlten.
Inzwischen sind unmittelbare Arbeitsplatzverluste zu erwarten. Ein Anwalt der Gesellschaft nannte eine Größenordnung von rund 17.000 Beschäftigten, die betroffen sein könnten. Gewerkschaften, die Piloten, Flugbegleiter und Bodenpersonal vertreten, hatten zuvor vor den Folgen eines Zusammenbruchs für Beschäftigte und Verbraucher gewarnt.