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Chinesische Leiterplatten unter AI‑Chips schüren in den USA Sicherheits- und Lieferkettenängste

Gedruckte Leiterplatten aus China dominieren die Versorgung für KI‑Hardware; US‑Regierung prüft steuerliche Anreize und Beschaffungsregeln, um heimische Produktion zu stärken

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Chinesische Leiterplatten unter AI‑Chips schüren in den USA Sicherheits- und Lieferkettenängste
  • Rund 60% der globalen PCB‑Fertigung entfallen auf China
  • Kongress und Pentagon treiben Förderpläne und Kaufauflagen voran, um Abhängigkeiten und Sicherheitsrisiken zu verringern.

Nach Angaben aus Branchen- und Regierungskreisen sind gedruckte Leiterplatten (PCBs) ein zentraler, bislang wenig beachteter Engpass im aktuellen Boom der KI‑Hardware. Etwa sechs von zehn weltweit gefertigten PCBs stammen aus China, wodurch die USA zunehmend von ausländischen Zulieferern abhängig sind; diese Konzentration hat sowohl Versorgungslücken als auch Sicherheitsbedenken verstärkt.

Im Mittelpunkt der Befürchtungen steht der dramatische Rückgang der inländischen Fertigungskapazitäten. Der Anteil der USA an der globalen PCB‑Produktion, der früher bei rund 30% lag, sei laut Branchenangaben auf etwa 4% gefallen. Sicherheitsbehörden warnen, dass in Substraten oder Schichten versteckte Manipulationen Angriffsvektoren für sensible Systeme eröffnen könnten, mit unmittelbaren Folgen für militärische und kritische zivile Ausrüstung.

Zugleich reagiert das Verteidigungsministerium: Für einen Großteil seiner Einkäufe verlangt das Pentagon inzwischen PCB‑Zulieferungen aus den verbleibenden heimischen Fabriken. Vertreter des Ministeriums betonen, dass kompromittierte Leiterplatten direkte Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit sicherheitskritischer Systeme haben könnten. Diese Beschaffungsanforderung soll das Risiko minimieren, erhöht aber zugleich den Druck auf die wenige verbliebene US‑Produktion.

Parlamentarier in beiden Kammern treiben legislative Maßnahmen voran, um die heimische Produktion zu stärken. Vorgeschlagene Maßnahmen sehen einen steuerlichen Kaufanreiz von 25% für inländische Käufe sowie ein Förderpaket von drei Milliarden Dollar zur Unterstützung der PCB‑Fertigung vor. Ziel ist es, Produktionskapazitäten aufzubauen, die mit der steigenden Nachfrage durch KI‑Rechenzentren und Verteidigungslieferungen Schritt halten.

Im privaten Sektor reagieren Hersteller bereits mit Kapazitätserweiterungen. TTM Technologies und Sanmina gelten als die beiden größten börsennotierten PCB‑Hersteller in den USA und verzeichnen nach Branchenberichten einen starken Nachfrageanstieg; beide Unternehmen stehen unter hohem Lieferdruck, weil kommerzielle und staatliche Abnehmer zugleich Produktionsvolumen abrufen.

Daneben verschärfen globale Versorgungsprobleme und Rohstoffknappheit die Lage: Höhere Preise für Kupfer und Harze treiben die Herstellungskosten für Leiterplatten nach oben. Marktteilnehmer berichten von deutlichen Preissteigerungen in den vergangenen Monaten, was die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit heimischer Fertigung gegenüber preiswerter Produktion im Ausland weiter belastet.