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Süd koreanisches Gericht reduziert Haftstrafe für Ex‑Premier Han auf 15 Jahre

Ein südkoreanisches Gericht reduzierte die im Januar verhängte 23‑jährige Haftstrafe gegen Ex‑Premier Han Duck‑soo im Verfahren zur Ausrufung des Kriegsrechts 2024 auf 15 Jahre.

SCMP 2 Min Lesezeit
Titelbild: Süd koreanisches Gericht reduziert Haftstrafe für Ex‑Premier Han auf 15 Jahre
Gericht kürzt Haftstrafe für Han Duck‑soo im Fall der Kriegsrechtserklärung 2024 von 23 auf 15 Jahre.

Nach Angaben der Berichterstattung hat ein südkoreanisches Gericht die Freiheitsstrafe für den ehemaligen Premierminister Han Duck‑soo im Zusammenhang mit der Ausrufung des Kriegsrechts 2024 auf 15 Jahre reduziert. Zuvor war Han in erster Instanz im Januar zu einer 23‑jährigen Haft verurteilt worden; die Revisionsentscheidung verringert damit die ursprünglich festgesetzte Strafe deutlich.

Im Mittelpunkt stand bei der Neufestsetzung der Strafe die Frage nach dem Strafmaß: Die Herabsetzung markiert eine spürbare Abschwächung gegenüber dem erstinstanzlichen Urteil, ohne die Verurteilung selbst aufzuheben. Han war angeklagt worden, weil ihm eine Mitverantwortung für die Entscheidung zur Ausrufung des Kriegsrechts zugeschrieben worden war, und das Gericht bestätigte die Schuldzuweisung, während es das Strafmaß anpasste.

Nach dem Schritt gewinnt die juristische Lage des früheren Regierungschefs an Komplexität. Konkrete Gründe für die Reduktion der Haftdauer wurden in der Berichterstattung nicht im Detail wiedergegeben; dennoch verändert die Entscheidung die praktische Wirkung des Urteils und damit auch mögliche politische Konsequenzen für Han und sein Umfeld.

Zugleich hat das Verfahren landesweit hohe Aufmerksamkeit erhalten und die Diskussion über die Verantwortlichkeit von Spitzenpolitikern in Krisenzeiten erneut befeuert. Die Ausgangsverurteilung im Januar hatte bereits intensive Debatten ausgelöst; mit der nun niedrigeren Strafe dürften die Auseinandersetzungen über Angemessenheit und Härte der Sanktionen wieder an Schärfe gewinnen und die öffentliche Bewertung des Umgangs mit dem Vorfall beeinflussen.

Inzwischen bleibt die Verurteilung ein einschneidendes Ereignis in der jüngeren südkoreanischen Politikgeschichte, weil sie erstmals einen früheren Regierungschef für Maßnahmen in einem inneren Ausnahmezustand strafrechtlich belangte. Daneben ist offen, ob und in welchem Umfang weitere Rechtsmittel eingelegt werden; dies wurde in den verfügbaren Berichten nicht näher ausgeführt.