Teilnehmer des Kapitolsturms werben um Zahlungen aus Trumps Entschädigungsfonds trotz Gegenwind
Einige verurteilte Teilnehmer des 6. Januar beantragen Zahlungen aus Trumps knapp 1,8 Milliarden Dollar schwerem Fonds — trotz juristischer Blockade und scharfer Kritik.
- Trotz gerichtlicher Aussetzung und breiter Empörung werben einige Jan‑6‑Beteiligte offen um Zahlungen aus dem von Trump eingerichteten Entschädigungsfonds
- manche bieten Hilfe gegen Provision an.
Nach Angaben der Berichterstattung versuchen zahlreiche Personen, die am 6. Januar 2021 das US‑Kapitol stürmten, Zahlungen aus einem von Präsident Donald Trump initiierten Entschädigungsfonds zu erhalten. Das Programm ist mit knapp 1,8 Milliarden US‑Dollar dotiert und richtet sich an Menschen, die sich als Opfer einer politisch instrumentalisierten Strafverfolgung sehen.
Zugleich ist die Einrichtung des Fonds gerichtlich vorläufig gestoppt. Ungeachtet der Aussetzung bereiten einige der an dem Aufstand beteiligten Personen bereits Anträge vor oder formulieren Ansprüche. Mehrere Verurteilte, die anschließend von Trump begnadigt wurden, betrachten die Mittel als Möglichkeit, die Folgen ihrer Verfahren abzumildern oder finanzielle Belastungen aus den Prozessen zu kompensieren.
In sozialen Medien und Videobotschaften werben Akteure aus dem Umfeld der Jan‑6‑Bewegung offen um Zahlungen und bieten Unterstützung bei der Antragstellung an. Ein prominentes Beispiel ist David Johnston, früher als Rechtsanwalt zugelassen, der nach Angaben der Berichterstattung anderen Beteiligten Hilfe gegen eine Provision von zehn Prozent, höchstens 5.000 Dollar pro Person, anbietet. Solche Angebote unterstreichen, wie stark sich einige Eingeweihte bereits auf mögliche Auszahlungen vorbereiten, obwohl die staatliche Anlaufstelle noch nicht formell etabliert ist.