Trump kündigt Blockade der Straße von Hormus an nach gescheiterten Friedensgesprächen mit Iran
US-Präsident Donald Trump ordnete an, die Straße von Hormus zu blockieren und Schiffe zu kontrollieren, die angeblich Gebühren an Iran gezahlt hätten; die Revolutionsgarde drohte mit scharfen Gegenmaßnahmen.
Nach Angaben US-amerikanischer Stellen kündigte Präsident Donald Trump an, die US‑Marine werde unverzüglich damit beginnen, die Straße von Hormus zu blockieren. In einem öffentlichen Beitrag sagte er zugleich, die Marine solle Schiffe in internationalen Gewässern aufbringen, die angeblich eine von Iran erhobene Gebühr bezahlt hätten, und Minen zerstören, von denen er behauptet, Iran habe sie in dem Engpass platziert.
Zugleich reagierte Irans Revolutionsgarde mit einer scharfen Warnung: Militärische Schiffe, die sich der Straße von Hormus näherten, würden als Bruch des bestehenden Waffenstillstands gewertet und mit harten Maßnahmen beantwortet. Die Erklärung hebt das Risiko einer schnellen militärischen Eskalation zwischen den Parteien hervor.
Im Mittelpunkt der Entscheidung standen mehrtägige Gespräche in Islamabad, die ersten direkten Begegnungen zwischen hochrangigen US- und iranischen Vertretern seit Jahrzehnten. Die Verhandlungen, an denen auch der von Washington geleitete Delegationschef, Vizepräsident J.D. Vance, beteiligt war, führten nach US‑Angaben nicht zu einer Einigung. Ungeklärt blieben demnach vor allem Differenzen über den Umfang iranischer Nuklearaktivitäten, die Demontage von Anreicherungsanlagen, ein Ende der Urananreicherung sowie ein Stopp der Unterstützung für Gruppen wie Hamas, Hisbollah und die Huthi – außerdem die Forderung, die Straße von Hormus vollständig wieder zu öffnen.
Daneben verwiesen Beobachter auf die Bedeutung des Seewegs: Rund 20 Prozent der globalen Energielieferungen passieren die Straße von Hormus. Sechs Wochen der Kämpfe haben bereits Tausende Tote gefordert und zu erheblichen Störungen der Energiemärkte geführt. Trotz des stockenden Vermittlungsprozesses passierten zuletzt drei voll beladene Supertanker die Passage, offenbar die ersten Abgänge seit dem Abschluss des Waffenstillstandsabkommens.
In einem Interview erklärte Trump, er erwarte weitere Verhandlungen mit Iran und sagte, Verbündete wie NATO‑Partner hätten Interesse an Unterstützung für Operationen in der Straße von Hormus bekundet. Auf entsprechende Anfragen lagen unmittelbar keine Stellungnahmen der Bündnispartner vor. Ein US‑Beamter betonte zudem, dass die beiden Seiten in Islamabad insbesondere beim Umfang iranischer Nuklearaktivitäten und der Öffnung des Seewegs nicht übereingekommen seien.