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Trump kündigt Blockade der Straße von Hormus an nach gescheiterten Iran-Gesprächen

Ankündigung erhöht Risiko einer militärischen Eskalation im Golf; Iranische Revolutionsgarden drohen mit Gegenmaßnahmen

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Trump kündigt Blockade der Straße von Hormus an nach gescheiterten Iran-Gesprächen
  • US-Präsident befiehlt Marine, Schiffe zu stoppen, die angeblich 'Maut' an Iran gezahlt haben
  • Teheran wertet Eingreifen als Bruch des Waffenstillstands.

Nach Angaben erklärte US-Präsident Donald Trump am Sonntag, die US‑Marine solle mit der Blockade der Straße von Hormus beginnen. Die Ankündigung folgte dem Scheitern der zweitägigen Verhandlungen in Islamabad, die eine fragile Waffenruhe festigen sollten. Die Straße von Hormus gilt als strategischer Seeweg, durch den ein erheblicher Teil des weltweiten Energiehandels läuft; bereits zuvor hatten dort angeblich abgelegte Minen den Schiffsverkehr massiv beeinträchtigt.

Im Mittelpunkt von Trumps Mitteilung stand der Befehl, Schiffe in internationalen Gewässern anzuhalten und diejenigen anzugreifen, die nach seiner Darstellung zuvor eine von Iran erhobene 'Maut' bezahlt hätten. Er kündigte zudem an, Minen in der Meerenge zu zerstören, die nach seiner Darstellung den Handel behinderten. Zugleich sagte Trump, NATO‑Partner könnten an der Operation mitwirken; zu möglichen Stellungnahmen ausländischer Regierungen lagen zunächst keine Angaben vor.

Nach dem Schritt reagierten die Islamischen Revolutionsgarden (IRG) mit einer Erklärung, in der sie warnen, militärische Schiffe, die sich der Meerenge näherten, würden als Bruch des Waffenstillstands gewertet und entschieden sowie hart beantwortet. Diese Drohung hebt das Risiko einer schnellen militärischen Eskalation hervor und macht die Lage in der Region weiter angespannt.

In einem Interview mit Fox News sagte Trump nach seinem Post, er erwarte, dass Iran die Verhandlungen fortsetzen werde, und bezeichnete die Gespräche am Wochenende als sehr freundlich. Vizepräsident JD Vance, der die US‑Delegation leitete, erklärte, es sei kein Abkommen erzielt worden, und bewertete das Scheitern als problematischer für Iran als für die USA. Ein US‑Beamter fügte hinzu, Iran habe Forderungen Washingtons zu einem Ende der Urananreicherung, zur Schließung großer Anreicherungsanlagen und zur Übergabe hochangereicherten Urans zurückgewiesen.

Die Verhandlungsrunde in Islamabad war die erste direkte hochrangige Begegnung zwischen den USA und Iran seit Jahrzehnten und folgte einer zuvor vereinbarten, aber fragilen Waffenruhe. Zugleich stehen die Entwicklungen vor dem Hintergrund schwerer Kämpfe der vergangenen Wochen, die zahlreiche Tote forderten und den Seehandel sowie die globalen Energiepreise belasteten. Trotz der Spannungen passierten nach dem Waffenstillstand nachweislich wieder einige voll beladene Supertanker die Meerenge, was auf eine angespannte, aber nicht vollständig unterbrochene Schifffahrt hindeutet.