Trump sagt, er könnte Irans obersten Führer treffen, wenn ein Deal erzielt wird
US‑Präsident signalisiert Gesprächsbereitschaft mit Irans neuem obersten Führer, falls ein Friedensabkommen den Krieg beendet; Verhandlungen bleiben widersprüchlich, Straße von Hormuz größtenteils blockiert.
Die Kernentwicklung: US‑Präsident Donald Trump erklärte, er wäre bereit und geehrt, den iranischen Obersten Führer Ayatollah Mojtaba Khamenei zu treffen, falls ein Abkommen zustande käme, das den Krieg zwischen den USA und Iran beendet. Die Äußerung fiel im Oval Office bei einer Fragerunde nach einer Ankündigung zur US‑Kohlepolitik.
Im Mittelpunkt der Erklärung steht die klare Bedingung eines Friedensdeals: Trump betonte, ein persönliches Treffen sei möglich und für ihn akzeptabel, sofern ein entsprechendes Abkommen erzielt werde. Er fügte hinzu, er erwarte, dass Khamenei trotz der Tötung seines Vaters und weiterer Familienangehöriger durch US‑ oder israelische Angriffe eine professionelle Haltung an den Tag legen könne.
Zugleich bleibt die Lage angespannt. Der Konflikt zwischen den USA und Iran dauert nunmehr vier Monate und ruht in einer fragilen Waffenruhe. Iran hat weite Bereiche der Straße von Hormuz faktisch geschlossen; diese Meerenge ist ein zentraler Transportweg für etwa ein Fünftel des weltweiten Öls. Die Blockade sowie die militärischen Auseinandersetzungen haben bereits spürbare Auswirkungen auf Energiemärkte und Inlandspreise für Kraftstoffe, wobei jüngst ein landesweiter Durchschnittspreis von rund 4,24 US‑Dollar pro Gallone Benzin genannt wurde.
Die diplomatischen Gespräche liefern widersprüchliche Signale. Die USA verlangen, dass Iran auf den Erwerb einer Atombombe verzichtet und die Meerenge unverzüglich wieder öffnet. Iran fordert im Gegenzug ein sofortiges Ende der Feindseligkeiten auf mehreren Kriegsschauplätzen sowie das Ende einer von den USA verhängten Seeblockade gegen iranische Häfen. In diesem Spannungsfeld wechselten Verhandlungspositionen und öffentliche Aussagen, was den Eindruck geteilter Botschaften verstärkt.
Daneben bleibt offen, welche konkreten Bedingungen ein Gipfeltreffen ermöglichen würden. Trumps Kopplung eines Treffens an den Abschluss eines Deals unterstreicht die Bedeutung laufender Verhandlungen für eine Entspannung. Ob und wann Gespräche zwischen dem US‑Präsidenten und dem obersten Führer Irans stattfinden könnten, hängt demnach von weiteren Fortschritten an den Verhandlungstischen ab und bleibt vorerst unklar.