JKCM News
Startseite
Politik

Trump verschiebt Deadline für Iran erneut und kündigt endgültige Frist an

US‑Präsident Donald Trump verlegte die Frist zur Öffnung der Straße von Hormus erneut von Montag auf Dienstag und bekräftigte drohende Angriffe auf iranische Infrastruktur, nachdem Teheran ein Waffenstillstandsangebot abgelehnt hatte.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: Trump verschiebt Deadline für Iran erneut und kündigt endgültige Frist an
  • Trump hat wiederholt Fristen zur Iran‑Krise verschoben und droht nun mit gezielten Angriffen auf zivile Infrastruktur
  • die UN erinnert an völkerrechtliche Verbote solcher Angriffe.

Nach Angaben aus Washington verschob Präsident Donald Trump die Frist an Iran zur Einigung oder zur Öffnung der Straße von Hormus von Montag auf Dienstag und nannte die neue Frist endgültig. Die Ankündigung folgte, nachdem Iran ein vorgeschlagenes Waffenstillstandsangebot abgelehnt hatte, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur IRNA. Trump sagte zugleich, dass bei Nichterfüllung der Forderungen schwerwiegende Angriffe drohten.

Im Mittelpunkt der Äußerungen stand eine Reihe wechselnder Drohungen und Fristsetzungen der vergangenen Wochen. Schon zuvor hatte Trump am 21. März eine 48‑Stunden‑Frist zur vollständigen Öffnung der Wasserstraße gesetzt und mit der Zerstörung iranischer Kraftwerke gedroht. Kurz vor Ablauf dieser Frist erklärte er dann, Militärschläge für zunächst fünf Tage ausgesetzt zu haben, weil Gespräche produktiv verlaufen seien. In der Folge verschob er Termine mehrfach und wechselte zwischen Zuversicht über Verhandlungsfortschritte und harten Warnungen.

Zugleich verschärfte Trump seine Rhetorik unmittelbar nach der iranischen Ablehnung des jüngsten Vorschlags: Sollten die Forderungen nicht erfüllt werden, werde Hölle über ihnen hereinbrechen, sagte er und nannte explizit die Zerstörung von Brücken, Kraftwerken und weiteren Einrichtungen. Auf Fragen von Reportern erklärte der Präsident demnach, er sei überhaupt nicht besorgt, dadurch gegen internationales Recht zu verstoßen.

Der Generalsekretär der Vereinten Nationen, António Guterres, wies die USA in diesem Kontext darauf hin, dass Angriffe auf zivile Infrastruktur nach internationalem Recht verboten seien, wie sein Sprecher mitteilte. Damit stehen Trumps Ankündigungen im direkten Widerspruch zu den Hinweisen der Vereinten Nationen auf völkerrechtliche Beschränkungen.

Die wiederholten Terminverschiebungen und wechselnden Signale lassen ein Muster erkennen, in dem Drohkulisse und diplomatische Gespräche eng nebeneinanderliegen. Trotz mehrerer Fristsetzungen und öffentlicher Bekundungen über Fortschritte lagen bis zum Zeitpunkt der Meldung keine konkreten Vereinbarungen zwischen den Konfliktparteien vor. Welche praktischen Folgen die von Trump gesetzte endgültige Frist zeitlich und politisch haben wird, blieb offen.