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US-Abgeordneter Torres fordert Bundesuntersuchung zu Futures‑Trades vor Trump‑Pause im Iran‑Konflikt

Torres verlangt von SEC und CFTC Einsicht in Handelsdaten, nachdem Minuten vor Trumps Ankündigung ungewöhnlich starke Futures‑Positionen registriert wurden.

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Titelbild: US-Abgeordneter Torres fordert Bundesuntersuchung zu Futures‑Trades vor Trump‑Pause im Iran‑Konflikt
Ritchie Torres fordert eine förmliche Untersuchung zu massiven Öl- und Aktien‑Futures‑Trades unmittelbar vor der Ankündigung einer fünftägigen Aussetzung von Angriffen auf iranische Infrastruktur.

Nach Angaben von Abgeordnetem Ritchie Torres traten unmittelbar vor der Erklärung von Präsident Donald Trump über eine fünftägige Aussetzung von Angriffen auf iranische Energieinfrastruktur auffällige Handelsmuster in Öl‑ und Aktien‑Futures auf. In einem Schreiben an die Chefs der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) fordert Torres eine umfassende Prüfung der Transaktionen, die sich in den Minuten vor der Ankündigung konzentrierten.

Im Mittelpunkt von Torres’ Vorwürfen stehen eine Serie eng getakteter, ungewöhnlich großer Trades in einem Zeitfenster von etwa 15 Minuten vor der Erklärung. Dem Schreiben zufolge wurden in diesem Zeitraum mehr als 500 Millionen US‑Dollar in Rohöl‑Futures bewegt; zugleich sei ein starker Anstieg des Handelsvolumens zu beobachten gewesen, mit Wetten, die auf fallende Ölpreise und eine Erholung der Aktienmärkte setzten.

Zugleich bezeichnet Torres die Vorgänge als potenziell massiven Fall von Insiderhandel und verlangt, dass die SEC in Abstimmung mit der CFTC umfassende Handelsaufzeichnungen beschafft und auswertet. Er drängt darauf, eine formelle Untersuchung einzuleiten, um zu klären, ob Marktteilnehmer vorab über nichtöffentliche Informationen verfügt haben könnten und ob sich daraus straf‑ oder aufsichtsrechtliche Konsequenzen ergeben.

Daneben verweist Torres auf frühere Hinweise seinerseits auf problematische Handelsaktivitäten rund um politische Entscheidungen; bereits zuvor hatte er Bedenken wegen gut getimter Wetten auf Vorhersagemarkt‑Plattformen geäußert und Gesetzesvorlagen vorgeschlagen, die Beamte und politische Mitarbeiter vom Handel mit Event‑Kontrakten ausschließen sollen. Seine aktuelle Forderung zielt darauf ab, die Transaktionen rund um die Iran‑Pause lückenlos aufzuarbeiten.

In seinem Schreiben mahnt Torres außerdem an, dass die Aufsichtsbehörden ihrer Verantwortung zur Wahrung fairer Märkte nachkommen müssten. Er fordert nicht nur die Sichtung der relevanten Order‑ und Kontodaten, sondern auch koordinierte Maßnahmen zwischen SEC und CFTC, um mögliche Regelverstöße festzustellen und gegebenenfalls Ermittlungen oder Maßnahmen zur Sanktionierung einzuleiten.