US‑Iran‑Gespräche in Islamabad scheitern nach 21 Stunden – Pakistan sieht Teilerfolge
Marathonverhandlungen zwischen US‑Delegation und Iran in Islamabad blieben ergebnislos; Pakistan betont konstruktive Gesprächsatmosphäre trotz offener Fragen zu Hormuz und Atomprogramm.
- Nach rund 21 Stunden Verhandlungen verließen die Delegationen Islamabad ohne Abkommen
- Pakistan beschreibt die Runde als ernsthaft und will Anknüpfungspunkte bewahren.
Nach Angaben lokaler Berichterstattung endeten die zwischenstaatlichen Verhandlungen zwischen den USA und Iran in Islamabad nach rund 21 Stunden ohne Einigung. Die Gespräche, an denen hochrangige Vertreter beider Seiten teilnahmen, blieben in zentralen Punkten blockiert. Offen blieben vor allem Fragen zur Sicherheit im Fahrwasser des Golfs von Hormuz sowie strittige Aspekte des iranischen Atomprogramms, die beide Seiten nicht überbrücken konnten.
Im Mittelpunkt der Konferenz standen sicherheitspolitische Risiken für die Schifffahrt in der Straße von Hormuz und die Kontrolle des Nuklearbereichs. Trotz des ausbleibenden Abkommens beschrieben Teilnehmer die Runde als ernsthaft und engagiert; konkrete, verbindliche Zusagen wurden jedoch nicht erzielt. Pakistanische Gastgeber hoben nach Abschluss der Verhandlungen hervor, dass es positive Elemente im Ablauf gegeben habe, nannten aber keine Details dazu.
Gleichzeitig verließen die Delegationen aus Washington und Teheran Pakistan am Ende der Gesprächsrunde. In Islamabad hatten pakistanische Regierungs- und Militärvertreter vermittelt und auf eine rasche Lösung gehofft. Ein Foto zeigte US‑Vizepräsident JD Vance im Gespräch mit Pakistans Armeechef Field Marshal Asim Munir und dem stellvertretenden Premier und Außenminister Mohammad Ishaq Dar, bevor die US‑Delegation die Stadt verließ.
Daneben gab es namentliche Beteiligte, darunter der iranische Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf, die an den Gesprächen teilnahmen. Die Präsenz hochrangiger Vertreter beider Seiten unterstrich die Bedeutung der Runde, auch wenn die Kernstreitpunkte unvermindert blieben. Pakistan versucht offenbar, den Vermittlungsprozess als Teilerfolg zu verkaufen, indem es die Wiederaufnahme des Dialogs und die Ernsthaftigkeit der Gespräche betont.