US‑iranische Friedensgespräche in Islamabad scheitern nach 21 Stunden
Marathonverhandlungen scheitern; Delegationen reisen ab, fragile Waffenruhe steht auf dem Spiel
Nach Angaben der US‑Delegation und pakistanischer Beamter endeten die Verhandlungen zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran in Islamabad ohne Einigung. Die rund 21 Stunden dauernde Gesprächsrunde wurde am Sonntag abgeschlossen; beide Seiten verließen daraufhin die pakistanische Hauptstadt und reisten in ihre Heimatländer zurück. Ein ursprünglich vereinbarter zweiwöchiger Waffenstillstand steht damit auf wackeligen Füßen.
Gleichzeitig berichteten iranische Medien, dass aus ihrer Sicht überzogene US‑Forderungen ein Abkommen verhindert hätten. Der iranische Verhandlungsstab soll hochrangige Vertreter umfasst haben, unter anderem den Parlamentspräsidenten und den Außenminister. Auf US‑Seite führte der Sondergesandte für Friedensmissionen die Delegation an, begleitet von mehreren hochrangigen Beratern.
Im Mittelpunkt der Gespräche standen strittige Fragen um Irans Nuklearprogramm und die Kontrolle der Straße von Hormus, die seit Kriegsbeginn von iranischen Kräften blockiert wird. Diese Punkte blieben laut beteiligten Seiten ungelöst und markierten die Hauptgründe für das Scheitern der Runde. Die Verhandlungen waren die erste direkte Unterredung auf so hoher Ebene zwischen beiden Ländern seit mehr als einem Jahrzehnt und sollten dazu dienen, den Konflikt zu entschärfen.
Nach dem Schritt der Verhandlungen warnten beteiligte Akteure vor einer möglichen Verschärfung der Lage, sollte der Waffenstillstand nicht gehalten werden. Die Gespräche waren als Ansatz gedacht, den Konflikt zu beenden, der Ende Februar mit Luftangriffen der USA und Israels auf iranische Ziele begonnen hatte. Quellen in den Berichten gaben an, dass die Kampfhandlungen seither bereits Tausende Tote gefordert und weltweit die Ölpreise nach oben getrieben hätten.
Daneben berichtete die US‑Seite, Präsident Donald Trump sei während der Verhandlungen mehrfach kontaktiert worden. Konkrete Einigungen über die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte oder Zahlungen blieben aus; unterschiedliche Vorabangaben zu möglichen Zugeständnissen bildeten in Islamabad offenbar keine Basis für einen Kompromiss. Pakistanische Regierungsvertreter betonten derweil die Dringlichkeit, die vereinbarte Waffenruhe zu bewahren, um weitere Eskalation zu vermeiden.