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US‑Journalistin Shelly Kittleson in Irak freigelassen

Die 49‑jährige freie Journalistin wurde nach ihrer Entführung in Bagdad von der schiitischen Miliz Kataib Hezbollah freigelassen; ihr aktueller Aufenthaltsort ist nicht bekannt.

JKCM News 2 Min Lesezeit
Titelbild: US‑Journalistin Shelly Kittleson in Irak freigelassen
  • Kataib Hezbollah begründete die Freilassung mit politischen Erwägungen
  • Verhandlungen waren zuvor durch fehlende Kommunikationskanäle zu Milizführern erschwert.

Nach Angaben irakischer Stellen wurde die US‑Journalistin Shelly Kittleson am Dienstagnachmittag von der schiitischen Miliz Kataib Hezbollah freigelassen. Ein namentlich nicht genannter irakischer Beamter, der mit dem Fall vertraut ist, bestätigte die Freilassung, machte jedoch keine Angaben zu Kittlesons derzeitigem Aufenthaltsort.

Im Mittelpunkt der Erklärung der Kataib Hezbollah stand die Würdigung der politischen Haltung des scheidenden Ministerpräsidenten Mohammed Shia al‑Sudani. Die Miliz nannte keine weiteren Details zu den Gründen oder den Bedingungen der Freigabe. Zuvor hatte die Gruppe eine Verantwortung für die Entführung nicht öffentlich eingeräumt, obwohl sowohl US‑ als auch irakische Stellen sie in diese Richtung verwiesen hatten.

Nach Angaben irakischer Behörden war Kittleson am 31. März an einer Straßenecke in Bagdad entführt worden. Bei der Tat seien zwei Fahrzeuge beteiligt gewesen; eines davon stürzte bei einer Verfolgungsjagd nahe al‑Haswa in der Provinz Babil, woraufhin Kittleson in ein zweites Fahrzeug umgesetzt worden sei, das die Flucht fortsetzte. Vor ihrer Reise in den Irak hatte die freie Reporterin in mehreren Ländern des Nahen Ostens, unter anderem in Irak und Syrien, gearbeitet und dort beruflich gelebt.

Verhandlungsbemühungen zur Freilassung waren zuvor an Kommunikationsproblemen gescheitert. Ein Beamter der Volksmobilmachungskräfte, dem die Kontaktaufnahme zu den Entführern übertragen worden sei, habe Schwierigkeiten gehabt, Verbindung zur Führung der Kataib Hezbollah herzustellen. Sicherheitskreise berichteten, ranghohe Kommandeure der Miliz seien zeitweise nicht auffindbar gewesen und hätten aktive Kommunikationskanäle eingestellt.

Iraqi Behörden erklärten, sie seien bereit gewesen, sechs inhaftierte Mitglieder der Kataib Hezbollah freizugeben; diese stünden größtenteils im Zusammenhang mit Angriffen auf eine US‑Basis in Syrien. US‑Behörden hatten zuvor mitgeteilt, dass das State Department und das FBI an der Sicherung von Kittlesons Freilassung arbeiteten. Journalistenorganisationen forderten eine formelle Einstufung ihres Falls als Geiselnahme oder als wrongful detainee, um die Anstrengungen zur Befreiung zu verstärken.