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US-Militär versenkt Motorraum von Handelsschiff, das Blockade umgehen wollte

Die US-Zentralkommandantur teilte mit, eine Rakete habe den Maschinenraum des gambischen Frachtschiffs Lian Star getroffen, nachdem das Schiff mehr als 20 Warnungen ignoriert habe.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: US-Militär versenkt Motorraum von Handelsschiff, das Blockade umgehen wollte
  • Das Handelsschiff treibt nun im Golf von Oman
  • die US-Streitkräfte haben das Schiff nicht geentert. Es ist der sechste nachgewiesene Eingriff gegen Schiffe, die versucht haben sollen, die Blockade iranischer Häfen zu umg

Nach Angaben des US-Zentralkommandos hat das US-Militär den Maschinenraum des unter gambischer Flagge fahrenden Handelsschiffs Lian Star beschossen, nachdem die Besatzung mehr als 20 Warnungen ignoriert habe. Das Schiff habe versucht, in iranische Gewässer einzulaufen und damit die von den USA verhängte Blockade iranischer Häfen zu durchbrechen, teilte das Kommando mit.

Zugleich berichtete ein US-Beamter mit Kenntnis der Lage, das Schiff befinde sich nach dem Treffer adrift im Golf von Oman. US-Kräfte hätten die Lian Star bislang nicht geentert; der Einschlag sei gezielt auf den Maschinenraum erfolgt, um das Weiterfahren zu verhindern, heißt es.

Mit dem Angriff habe das US-Militär nach eigenen Angaben inzwischen sechs Schiffe gestoppt, die versucht hätten, die Blockade zu durchbrechen, während ein anderes Schiff passieren durfte. Ferner seien 116 Schiffe umgeleitet worden. Die Maßnahme reiht sich damit in eine Serie von Einsätzen ein, mit denen die USA nach eigenen Angaben Schiffe daran hindern, iranische Häfen anzulaufen.

Die Blockade war von den US-Seestreitkräften am 17. April begonnen worden. Als unmittelbaren Anlass nannten die USA, dass Iran nach Beginn der Kämpfe im Nahen Osten und nach Angriffen der USA und Israels am 28. Februar faktisch die Durchfahrt in der Straße von Hormus eingeschränkt habe. Seit dem 7. April gilt nach Darstellung des Militärs eine fragile Waffenruhe; über eine mögliche Verlängerung der Pause um 60 Tage wurde Gespräche erwartet.

Die US-Maßnahmen zielen darauf ab, iranische Exporte zu beschränken und dadurch Staatseinnahmen zu reduzieren. Die Lage in der Straße von Hormus hat bereits spürbare Auswirkungen auf den internationalen Handel: Große Mengen an Öl, Erdgas und verwandten Gütern wie Dünger bleiben nach Angaben des Militärs größtenteils blockiert, was den Druck auf Verbraucher und Produzenten weltweit erhöht.

Präsident Donald Trump habe sich am Freitag mit Beratern getroffen, sei aber noch nicht zu einer Entscheidung über ein mögliches Abkommen zur Verlängerung der Waffenruhe gekommen. Iran erklärte, ein solches Abkommen sei noch nicht finalisiert. In Teheran warnte die gemeinsame Militärführung, dass Verstöße gegen von ihr erlassene Regelungen die Sicherheit von Durchfahrten ernsthaft gefährden könnten.