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US trifft zwei iranische Tanker im Golf von Oman und verhindert Anlauf in Iran

CENTCOM meldet, ein US-Kampfflugzeug habe beide unbemannte Tanker durch Treffer in den Schornsteinen außer Gefecht gesetzt; die Aktion verschärft die fragile Feuerpause.

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Titelbild: US trifft zwei iranische Tanker im Golf von Oman und verhindert Anlauf in Iran
US-Streitkräfte verhinderten demnach das Einlaufen zweier iranisch geflaggter Tanker und belasteten damit die ohnehin brüchige Waffenruhe mit Iran weiter.

Nach Angaben des US-Zentralkommandos (CENTCOM) griff ein US-Kampfflugzeug am Freitag im Golf von Oman zwei iranisch geflaggte, unbeladene Öltanker an und deaktivierte sie. CENTCOM veröffentlichte eine unklassifizierte Videoaufnahme der Einsätze und erklärte, die Schiffe seien durch Präzisionsmunition in ihren Schornsteinen außer Gefecht gesetzt worden.

Im Mittelpunkt der Mitteilung stand die Begründung, die Angriffe hätten verhindern sollen, dass die Tanker in einen iranischen Hafen einlaufen und damit eine von US-Seite errichtete Seeblockade umgehen. Nach Darstellung des Kommandos wäre ein solcher Hafenanlauf ein Verstoß gegen die Blockade gewesen; die Operation wurde in der Begleitinformation in Zusammenhang mit anderen Militäraktionen dieser Woche genannt, die die bereits fragile Feuerpause weiter belastet hätten.

Zugleich hatten sich die USA und Iran am Vortag gegenseitig Beschuss in der Straße von Hormus vorgeworfen. Präsident Donald Trump beschrieb jene Gefechte in einem Interview als einen love tap; später drohte er in sozialen Medien mit weiteren Angriffen, sollte Iran nicht auf einen US-Vorschlag zur Beendigung des Kriegs und zur Vorbereitung neuer Atomgespräche eingehen. Außenminister Marco Rubio sagte am Freitagmorgen, er erwarte noch am Tag eine Reaktion Irans auf den US-Vorschlag.

Die US-Maßnahme reiht sich nach US-Angaben in eine Reihe von Schritten ein, mit denen Washington iranische Seewege und Hafenanläufe einschränkt. Daneben wird darauf verwiesen, dass die Einschränkungen der Tankerschifffahrt bereits zu Störungen in der globalen Energieversorgung geführt und einen Anstieg der Ölpreise ausgelöst hätten. Die Angriffe und die Blockadepolitik gelten als treibende Faktoren der jüngsten Eskalationswelle in der Region, die die Aussicht auf eine dauerhafte Waffenruhe weiter trüben.