US und Iran beginnen in Islamabad Verhandlungen über dauerhaftes Ende des 40‑tägigen Kriegs
Delegationen aus Washington und Teheran führen in Islamabad Gespräche über die Sicherheit der Straße von Hormuz, Irans Atomprogramm und eingefrorene Vermögenswerte; Ziel ist ein dauerhafter Waffenstillstand.
Nach Angaben lokaler Berichte begannen die USA und Iran am Samstag in Islamabad direkte Verhandlungen mit dem Ziel, ein dauerhaftes Ende des seit 40 Tagen andauernden Kriegs herbeizuführen. Die Zusammenkunft in der pakistanischen Hauptstadt markiert einen seltenen bilateralen Austausch zwischen Washington und Teheran, der auf eine politische Lösung der eskalierenden Auseinandersetzung abzielt. Vertreter beider Seiten sind mit vollständigen Verhandlungsmandaten angereist, um zentrale Differenzen zu adressieren.
Im Mittelpunkt der Gespräche stehen strategische und materielle Fragen, die als Schlüssel für eine belastbare Vereinbarung gelten. Zur Sprache kommen die Sicherheit der Straße von Hormuz, Aspekte des iranischen Atomprogramms sowie der Status eingefrorener iranischer Vermögenswerte. Diese Punkte berühren unmittelbar die sicherheits- und wirtschaftspolitischen Kerninteressen beider Seiten und dürften die Dauer und Tragfähigkeit eines möglichen Waffenstillstands maßgeblich bestimmen.
Zugleich betont die Wahl Pakistans als Gastgeber die Rolle Isalmabads als Vermittler in der Region und soll einen neutralen Rahmen schaffen, in dem Forderungen und Sicherheitsbedenken vorgebracht werden können. Beide Delegationen werden von hochrangigen Politikern geleitet: die US‑Seite steht unter der Führung von Vizepräsident JD Vance, die iranische Delegation wird von Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf angeführt. Ihre Anwesenheit signalisiert, dass beide Regierungen die Verhandlungen ernst nehmen und eine rasche Einigung anstreben könnten.
Nach dem Schritt, formelle Gespräche aufzunehmen, bleibt jedoch vieles ungewiss. Es gibt bislang keine verbindlichen Angaben zu Zeitplänen, Verhandlungsphasen oder möglichen Kompromissen. Beobachter heben hervor, dass insbesondere Fragen zu Sicherheitsgarantien und finanziellen Regelungen weiterhin umstritten sind und intensive Verhandlungen erfordern werden.