US-Verhandler verlassen Pakistan ohne Abkommen mit Iran, sagt Vizepräsident Vance
Nach 21 Stunden Verhandlungen in Islamabad kehrt die US‑Delegation ohne Abkommen zurück; Iran und USA bleiben in zentralen Punkten uneins.
- Die US‑Delegation verließ Pakistan ohne Einigung
- Vance betont, die amerikanischen 'roten Linien' seien klar kommuniziert worden.
Nach Angaben von US‑Vizepräsident JD Vance verließ die amerikanische Verhandlungsdelegation Islamabad am Sonntag, ohne ein Friedensabkommen mit Iran erzielt zu haben. Die Gespräche dauerten nach seiner Darstellung 21 Stunden; Vance nannte das Ausbleiben einer Einigung schlechte Nachrichten, insbesondere für Iran, und erklärte, die USA kehrten ohne Abkommen zurück.
Im Mittelpunkt der Differenzen stand nach Vance die Weigerung Teherans, zentrale US‑Bedingungen zu akzeptieren, darunter die Zusicherung, keine Atomwaffen zu bauen. Er sagte, sein Team habe die US‑Positionen und die sogenannten roten Linien deutlich gemacht. Während der Verhandlungen habe er wiederholt mit Präsident Donald Trump gesprochen, um die US‑Strategie abzustimmen.
Zugleich signalisierte die iranische Seite, dass die Gespräche nicht vollständig beendet seien: In einer Mitteilung auf der Plattform X hieß es, technische Expertenteams würden Dokumente austauschen und die Verhandlungen trotz bestehender Differenzen fortsetzen. Ein konkreter Zeitpunkt für eine Wiederaufnahme der Gespräche wurde nicht genannt.
Inzwischen hoben Vermittler in Pakistan hervor, dass während der Runden wechselnde Stimmungslagen herrschten und die Atmosphäre zeitweise aufgeheizt gewesen sei. Die Treffen in Islamabad waren die ersten direkten US‑iranischen Gespräche auf hoher Ebene seit mehr als einem Jahrzehnt und galten als entscheidend für den Fortbestand einer fragilen zweiwöchigen Waffenruhe.
Daneben stand die Straße von Hormus im Zentrum der Diskussionen: Die Meerenge gilt als Schlüsselroute für einen bedeutenden Anteil der globalen Energieversorgung und war seit Beginn des Kriegs durch iranische Maßnahmen blockiert. Die Frage ihrer Öffnung sowie weitere strittige Forderungen Teherans, darunter finanzielle und regionale Garantien, blieben nach vorliegenden Informationen ohne bestätigte Fortschritte.