USA klagen sieben chinesische Manager und vier Containerhersteller wegen Preisabsprachen an
US-Justiz erhebt Vorwürfe gegen sieben chinesische Manager und vier führende Containerhersteller: Angeblich gemeinsames Drosseln des Angebots und Anheben der Preise während der COVID-19-Pandemie; vier Firmen sollen rund 95 Prozent der weltweiten Trockencontainer-Kapazität liefern.
Nach Angaben US-amerikanischer Behörden hat die Justiz Verfahren gegen sieben chinesische Führungskräfte sowie vier große Hersteller von Schiffscontainern eingeleitet. Die Anklage wirft ihnen vor, in der Zeit der COVID-19-Pandemie gemeinschaftlich das Angebot an Trockencontainern gedrosselt und dadurch die Preise erhöht zu haben.
Im Mittelpunkt der Vorwürfe stehen vier Produzenten, die nach Einschätzung der US-Behörden etwa 95 Prozent der weltweiten Kapazität für Trockencontainer bereitstellen. Diese hohe Marktanteilskonzentration bildet den Rahmen für die Anschuldigungen, weil sie dem Zusammenspiel von Herstellern potenziell eine starke Wirkung auf globale Frachtraten und Lieferketten verleiht.
Nach dem Schritt der Anklageerhebung nennt die US-Justiz den Verdacht einer koordinierten Absprache als Kern des Verfahrens. Konkret benannte Details zu einzelnen Vorwürfen gegen die namentlich genannten Führungskräfte oder zu den rechtlichen Maßnahmen auf Seiten der USA sind in den vorliegenden Informationen nicht ausgeschildert.
Zugleich rückt die Klage die Bedeutung der Containerproduktion für internationale Handelsströme in den Blick. Einschränkungen beim Angebot und steigende Frachtraten hatten bereits während der Pandemie Auswirkungen auf Lieferketten vieler Branchen; die nun erhobenen strafrechtlichen Vorwürfe prüfen, ob solche Effekte das Resultat einer rechtswidrigen Absprache waren.
In Berichten wurde die Bekanntgabe der Anklage mit kürzlich stattgefundenen hochrangigen Treffen zwischen den USA und China in Verbindung gebracht. Konkrete Reaktionen von chinesischen Behörden oder Stellungnahmen der betroffenen Unternehmen liegen in den verfügbaren Informationen nicht vor.