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Ehemalige Kapitol-Polizisten klagen Trump wegen 1,776 Mrd. Dollar Fonds an

Harry Dunn und Daniel Hodges sehen in dem als Anti‑Weaponization-Fonds eine Begünstigung der am 6. Januar Beteiligten und werfen Präsident sowie Regierungsvertretern Rechtsbruch und Gefährdung von Einsatzkräften vor.

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Titelbild: Ehemalige Kapitol-Polizisten klagen Trump wegen 1,776 Mrd. Dollar Fonds an
  • Die Klage in Washington DC richtet sich gegen Donald Trump und mehrere Regierungsvertreter
  • die Kläger warnen vor einem erhöhten Risiko für Einsatzkräfte und einer möglichen Finanzierung von Gewalttätern.

Nach Angaben der Klageschrift reichten Harry Dunn, ein pensionierter Polizist des US‑Kapitols, und Daniel Hodges, ein Beamter des Metropolitan Police Department, am Dienstag eine Beschwerde beim US‑Bezirksgericht in Washington D.C. ein. Die beiden Männer verlangen die Aufhebung oder Überprüfung einer Vereinbarung, aus der ein Fonds in Höhe von 1,776 Milliarden Dollar hervorgegangen ist.

Im Mittelpunkt der Beschwerde steht die Entstehung des Fonds im Zuge eines Vergleichs, bei dem Donald Trump und seine Söhne ihre Forderungen aus einer 10‑Milliarden‑Dollar‑Klage gegen den Internal Revenue Service fallengelassen hätten. Dunn und Hodges bezeichnen die Struktur des Fonds als ein Instrument, das potenziell Unterstützer des ehemaligen Präsidenten und Personen, die an den Ereignissen vom 6. Januar 2021 beteiligt waren, finanziell begünstige.

Nach dem Schritt warfen die Kläger dem Fonds zudem vor, Anreize für gewalttätiges Verhalten zu schaffen und damit konkrete Gefährdungen für diejenigen zu erhöhen, die am Kapitol im Dienst standen. Beide Männer befanden sich an der Westfront des Gebäudes während des Angriffs und wurden nach eigenen Angaben körperlich angegriffen; Hodges wurde in bekannter Videoaufnahmen in einer lebensbedrohlichen Lage zwischen Metalltüren gezeigt. Dunn berichtet von anhaltenden posttraumatischen Belastungsstörungen infolge der Ereignisse.

Zugleich nennt die Klage neben Trump auch Todd Blanche, den amtierenden Generalbundesanwalt, sowie Scott Bessent, den für den Fonds zuständigen Finanzbeamten, als Beklagte. Die Beschwerde richtet sich gegen die Fondsstruktur und ihre unmittelbaren rechtlichen und sicherheitspolitischen Folgen für die Kläger und andere Einsatzkräfte, die am 6. Januar im Dienst waren.

Daneben betonen Dunn und Hodges, dass die Existenz des Fonds bereits zu glaubhaften Drohungen gegen sie geführt habe und die Gefahr für ihr Leben und ihre Sicherheit dadurch weiter steige. Die Einreichung konzentriert sich darauf, die Rechtmäßigkeit des Mechanismus anzufechten und die möglichen Folgen für die öffentliche Sicherheit und die Durchsetzung von Recht und Ordnung zu thematisieren.

Inzwischen enthält die Klage keine detaillierten Vorhersagen zu weiteren Verfahrensschritten vor dem Gericht; sie fordert zunächst die gerichtliche Überprüfung der Vereinbarung und des daraus hervorgegangenen Fonds.