Georgias republikanische Rennen um Gouverneur und US-Senat gehen in Juni‑Stichwahlen
Die Republikaner in Georgia schicken zwei Nominierungsduelle in Stichwahlen: Amtsinhaber Burt Jones trifft auf den Milliardär Rick Jackson um das Gouverneursamt, während die Kandidaten für das Senatsmandat ebenfalls in eine Entscheidung am 16. Juni gehen.
- Hohe Eigenauslagen und Rekordwerbung prägen die Vorwahlen
- Demokraten sichern sich das Gouverneursmandat ohne Stichwahl, während zwei Richter ihre Sitze behaupten.
Nach Angaben der veröffentlichten Ergebnisse geht die republikanische Vorwahl um das Gouverneursamt in Georgia in eine Stichwahl. Vizegouverneur Burt Jones trifft am 16. Juni auf den Großspender und politischen Quereinsteiger Rick Jackson. Der frühere Secretary of State Brad Raffensperger landete deutlicher auf dem dritten Platz und verpasste damit die nächste Runde.
Jackson, der in Georgia lange als Außenseiter galt, machte die Wahl mit massiven Eigenausgaben zur Kopfnummer: Er steckte fast 50 Millionen US-Dollar in Werbeauftritte. Gemeinsam gaben die republikanischen Bewerber nach den vorliegenden Zahlen mehr als 100 Millionen US-Dollar aus, ein Volumen, das die verfügbare Fernsehwerbezeit im Bundesstaat stark beanspruchte und die mediale Präsenz der Vorwahlen deutlich erhöhte.
Zugleich gewann die Demokratin Keisha Lance Bottoms die parteiinterne Abstimmung um das Gouverneursamt ohne Notwendigkeit einer Stichwahl; sie erreichte eine ausreichende Stimmenmehrheit und erhielt die Unterstützung von Ex‑Präsident Joe Biden. Im Senatslager der Demokraten tritt der amtierende Senator Jon Ossoff unbehelligt von parteiinternen Herausforderern an und verfügt für den Novemberwahlkampf über mehr als 30 Millionen US-Dollar an Kampagnenmitteln.
Auf republikanischer Seite bleibt das Rennen um die Nominierung gegen Ossoff offen. Mike Collins, der dem Trump‑Lager zugerechnet wird, und der ehemalige Footballtrainer Derek Dooley ziehen am 16. Juni in eine Stichwahl. Dooley wird vom amtierenden Gouverneur Brian Kemp unterstützt und setzt in seiner Kampagne unter anderem auf ein Georgia First-Motiv, wodurch sich seine Außenseiterrolle zugleich mit etablierten Unterstützern verbindet.
Neben den parteipolitischen Auseinandersetzungen sicherten sich zwei Richter ihre Sitze am Georgia Supreme Court und wiesen von Demokraten unterstützte Herausforderer zurück. Das Gericht befasst sich derzeit mit der Verfassungsfrage eines sechs Wochen umfassenden Schwangerschaftsabbruchsverbots, ein rechtliches Thema, das die öffentliche Debatte und Teile der Wahlkampfführung zusätzlich belastet hat.
Die Ergebnisse heben die weiter gewachsene Bedeutung Georgias als umkämpften Bundesstaat hervor. Hohe Kampagnenausgaben, prominente Unterstützer und intensive Werbung bestimmen nun das Rennen bis zu den Stichwahlen am 16. Juni, die über die republikanischen Nominierungen in zwei zentralen Wettbewerben endgültig entscheiden werden.