Zuckerberg erklärt Meta‑Entlassungen mit Dringlichkeit im KI‑Wettlauf
Meta entlässt rund 8.000 Mitarbeitende, verschiebt Tausende in KI‑Rollen und betont, dass Erfolg im KI‑Zeitalter nicht selbstverständlich sei.
- Meta startet Entlassungsrunde von etwa zehn Prozent der Belegschaft
- rund 7.000 Beschäftigte sollen in KI‑Funktionen umgeschichtet werden.
Nach Angaben eines internen Memos begann Meta an diesem Mittwoch mit einer großangelegten Entlassungsrunde, die rund 8.000 Stellen betrifft. Das Unternehmen nennt die Zahl ebenso wie die Einordnung, dass es sich dabei um etwa zehn Prozent der Belegschaft handelt. Die Maßnahme setzt die Restrukturierungen fort, die den Konzern bereits in diesem Jahr geprägt haben.
Im Mittelpunkt der Begründung stand Konzernchef Mark Zuckerberg: Er schrieb, Erfolg sei im harten Wettbewerb um Künstliche Intelligenz nicht garantiert und nannte KI die folgenreichste Technologie unserer Lebenszeit. Die Unternehmen, die hier führten, würden die nächste Generation definieren, so seine Kernaussage. Zugleich drückte Zuckerberg Dankbarkeit gegenüber den von den Kürzungen Betroffenen aus und bezeichnete das Weggehen als schmerzlich.
Nach dem Schritt sieht die Personalplanung nicht nur Abbau vor, sondern auch erhebliche Umverteilungen: Etwa 7.000 Mitarbeitende sollen in neue, KI‑fokussierte Rollen verschoben werden, wie eine mit der Angelegenheit vertraute Person mitteilte. Bereiche, die an KI‑Infrastruktur, an Foundation Models und an der Monetarisierung von KI arbeiten, sollen demnach weitgehend verschont bleiben. In vorherigen Ankündigungen hatte Meta bereits erklärt, offene Stellen nicht zu besetzen und rund 6.000 vakante Positionen auslaufen zu lassen.
Inzwischen knüpfen die aktuellen Entlassungen an frühere Kürzungen an: Anfang des Jahres wurden Stellen in der Reality Labs‑Sparte abgebaut, und im März gab es zusätzliche Entlassungen in zweistelliger Zahl. Interne Stimmungsindikatoren deuten auf Unbehagen in der Belegschaft hin; eine anonyme Erhebung auf dem Karriereforum Blind meldete Rückgänge in der Gesamt- und Kulturbewertung gegenüber dem Vorjahr. Daneben bleibt unklar, wie schnell die umgeschichteten Beschäftigten in ihren neuen Funktionen einsatzbereit sein werden.