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Georgias Vorwahlen: Gouverneur- und Senatsrennen gehen in Juni‑Runoffs

In Georgia erzwingen mehrere republikanische Kandidaten Runoffs; aufseiten der Demokraten sichert Keisha Lance Bottoms die Gouverneursnomination unmittelbar.

The Guardian 2 Min Lesezeit
Titelbild: Georgias Vorwahlen: Gouverneur- und Senatsrennen gehen in Juni‑Runoffs
  • Republikanische Rennen für Gouverneur und US‑Senat gehen in Juni‑Stichwahlen
  • Keisha Lance Bottoms gewinnt die demokratische Gouverneursvorwahl ohne Runoff.

Nach Angaben aus Georgia verfehlten mehrere republikanische Bewerber in den Vorwahlen die erforderliche Mehrheit, sodass entscheidende Parteiwettkämpfe in Stichwahlen am 16. Juni fortgesetzt werden. Im Rennen um das Gouverneursamt stehen der amtierende Vizegouverneur Burt Jones und der Newcomer Rick Jackson nun in einem direkten Duell. Das offene US‑Senatsrennen blieb ebenfalls ohne eindeutigen Sieger und geht in eine Stichwahl zwischen den führenden Republikanern.

Im Mittelpunkt des Abends stand auf demokratischer Seite die frühere Atlanta‑Bürgermeisterin Keisha Lance Bottoms, die nach vorläufigen Ergebnissen die Nominierung für das Gouverneursamt ohne zusätzlichen Urnengang für sich entschied. Bottoms lag nach Schließung der Wahllokale schnell vorn und sicherte sich damit das Ticket ihrer Partei. Der Ausgang beendet eine vergleichsweise ruhige Auseinandersetzung im demokratischen Feld und macht die Partei bereit für die Herbstwahl.

Zugleich hat Rick Jackson, ein im Gesundheitssektor tätiger Milliardär und politischer Neuling, sich als stärkster Herausforderer von Vizegouverneur Jones herauskristallisiert. Jackson setzte erhebliche eigene Mittel für seine Kampagne ein; seine Ausgaben beliefen sich auf rund 50 Millionen US‑Dollar. Insgesamt kamen die republikanischen Kandidaten im Staat auf weit über 100 Millionen Dollar an Ausgaben, womit die Vorwahlen zu den teuersten in Georgia der letzten Jahre zählen.

Unterdessen gewannen zwei Richter des obersten Gerichts von Georgia ihre Wiederwahl und wiesen demokratisch unterstützte Herausforderer zurück. Das Gericht, derzeit ohne demokratische Mitglieder, verhandelt unter anderem über die Verfassungsmäßigkeit eines sechs Wochen umfassenden Abtreibungsverbots, ein Thema, das dem Wahlkampf zusätzlichen politischen Unterton verlieh. Die bevorstehenden Runoffs werden als richtungsweisend für die Herbstwahlen betrachtet.