Trump‑Handverlesener besiegt Trump‑Kritiker Thomas Massie in Kentucky‑Vorwahl
Ed Gallrein, ein vom ehemaligen Präsidenten unterstützter Ex‑Navy‑Seal und Landwirt, gewann die republikanische Vorwahl im vierten Kongressbezirk von Kentucky und bestätigte damit Trumps anhaltenden Einfluss in der Partei.
Nach Angaben von Berichten setzte sich Ed Gallrein in der republikanischen Vorwahl im vierten Kongressbezirk von Kentucky gegen den siebenfachen Amtsinhaber Thomas Massie durch. Gallrein, ein pensionierter Navy Seal und Landwirt, war von Donald Trump in das Rennen geholt worden und trat offen als Verfechter der Agenda des früheren Präsidenten an.
Im Mittelpunkt des Wahlkampfs stand die Frage, ob parteiinterner Dissens gegen die Loyalität zu Trump noch erfolgreich sein kann. Massie hatte sich wiederholt von Trump distanziert, etwa in Fragen militärischer Einsätze, staatlicher Ausgaben und der Veröffentlichung von heiklen Dokumenten. Seine Betonung politischer Unabhängigkeit fand offenbar nicht genug Resonanz gegen die Mobilisierung für einen Trump‑gestützten Herausforderer.
Zugleich entwickelte sich die Auseinandersetzung in Kentucky zum teuersten Hausvorwahlkampf der Geschichte. AdImpact führt Werbeausgaben von 25,6 Millionen US‑Dollar für Fernsehen, Radio und digitale Werbung an. Unterstützende Super‑PACs für Gallrein schalteten intensive Angriffswerbung gegen Massie, während der frühere Präsident persönlich und sein enges Netzwerk massiv gegen den Amtsinhaber Stellung bezogen.
Inzwischen charakterisierte Gallrein Massie als abgekoppelt von der »Make America Great Again«‑Bewegung und versprach, eng mit dem Weißen Haus zusammenzuarbeiten. Massie hielt dem entgegen, er verteidige konservative Prinzipien wie den Widerstand gegen endlose Kriege, hohe Staatsverschuldung und Geheimhaltung bei heiklen Fällen, doch diese Botschaften reichten offenbar nicht aus, um die durch Trumps Unterstützung mobilisierte Wählerschaft zu überzeugen.
Daneben wird Gallreins Sieg als Hinweis gewertet, dass Loyalität gegenüber Trump in vielen republikanischen Wählerschichten stärker wiegt als parteiinterne Kritik an konkreten Politiken. Gallrein gilt nun als klarer Favorit für die im November anstehende Parlamentswahl in einem Bezirk, der seit Jahrzehnten keinen Demokraten mehr gewählt hat.