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WhatsApp‑Chats belegen: Southampton soll Spionagekampagne gegen Championship‑Rivalen gesteuert haben

Die schriftliche Urteilsbegründung des League Arbitration Panel legt WhatsApp‑Chats vor, die Druck auf junge Analysten und Anweisungen zur Beobachtung von Gegnern belegen.

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Titelbild: WhatsApp‑Chats belegen: Southampton soll Spionagekampagne gegen Championship‑Rivalen gesteuert haben
  • Die Nachrichten zeichnen ein systematisch organisiertes Vorgehen
  • der Klub wurde aus den Play‑offs ausgeschlossen und mit einem Punktabzug belegt.

Nach Angaben der schriftlichen Begründung des League Arbitration Panel offenbaren neu bekannt gewordene WhatsApp‑Nachrichten, wie Southampton eine koordinierte Spähkampagne gegen mehrere Championship‑Rivalen gesteuert haben soll. Das Panel hatte den Klub bereits aus den Play‑offs ausgeschlossen und für die Saison 2026/27 mit einem Abzug von vier Punkten belegt.

Im Mittelpunkt der Chatprotokolle stehen junge Analysten und Mitglieder des Trainerstabs. Demnach wurden Junior‑Mitarbeiter unter deutlichem Druck gesetzt, Trainings von Oxford United, Ipswich Town und Middlesbrough zu beobachten. Die Dokumente zeigen, dass Beobachtungen, Fotos und Videos systematisch an die Coaching‑Abteilung weitergeleitet wurden, um Vorhersagen zu Aufstellung und Taktik zu erstellen.

Zugleich beschreiben die schriftlichen Gründe die Aktionen als von oben gesteuert und entschlossen. Ein Junior‑Analyst gab an, er habe sich nicht in der Lage gesehen, nein zu sagen; ein Kollege berichtete, jüngere Teammitglieder hätten besonders starken Druck gespürt, zumal zuvor ein Analyst entlassen worden war. In mehreren Chats finden sich direkte Aufforderungen, zu Trainings zu fahren, obwohl sich Mitarbeiter dabei unwohl fühlten.

Bei der Vorbereitung auf das Spiel gegen Oxford im Dezember nutzten Verantwortliche offenbar Beobachtungen, um eine prognostizierte Aufstellung zu erstellen und an den Trainerstab zu senden. Ein Analyst wurde später beim Beobachten von Middlesbroughs Training entdeckt; das Protokoll schildert, dass der Betroffene die Anschuldigungen bereits auf der Rückfahrt per Zug erfuhr. Im Anschluss versuchte der Klub demnach, Bilder des Mitarbeiters aus dem Internet entfernen zu lassen.

Das League Arbitration Panel wertet die WhatsApp‑Austausche als Nachweis, dass die Spähaktionen nicht auf Einzelentscheidungen beruhten, sondern systematisch organisiert waren. Southampton räumte Vorwürfe des Ausspähens gegenüber den genannten Clubs ein; die Sanktionen des Panels folgten daraufhin. Konkrete disziplinarische Maßnahmen gegen namentlich Verantwortliche werden in den vorliegenden schriftlichen Gründen nicht näher ausgeführt.