Bank of Japan normalisiert Repo-Stütze für CTD-Anleihe und veröffentlicht aktualisierten JGB‑Kaufplan
Die Bank of Japan nimmt für die 10‑Jahres‑Anleihe JGB #370 ab dem 2 März 2026 die Sonderregeln im Securities Lending Facility zurück, aktualisiert den JGB‑Kaufkalender bis März und das Finanzministerium platziert neue zweijährige Staatsanleihen zu einer Durchschnittsrendite von rund 1,24 Prozent.
- Für neue SLF-Transaktionen gilt bei JGB #370 ab 2 März wieder die reguläre Obergrenze von 50 Geschäftstagen statt 75 Geschäftstagen.
- Die Sonderregel war seit 1 Dezember 2025 aktiv, um Engpässe bei CTD‑Papieren im Repo‑Markt zu entschärfen.
- Die Bank verweist auf eine Obergrenze von 1,5 Billionen Yen bei der Reduktion ihres Repurchase‑Betrags unter dem SLF.
- Ein aktualisierter Kaufkalender für Januar bis März nennt indikative Kaufgrößen je Laufzeitsegment und die nächsten Auktionstermine.
- Bei der 2‑Jahres‑Auktion nahm das Finanzministerium 2.145,6 Milliarden Yen an Geboten an und registrierte Gebote von 7.121,4 Milliarden Yen.
Die Bank of Japan (BoJ) hat eine Marktoperationsmaßnahme für sogenannte Cheapest‑to‑Deliver‑(CTD)‑Staatsanleihen teilweise zurückgenommen. Für neue Transaktionen im Securities Lending Facility (SLF) wird bei der 10‑jährigen Staatsanleihe JGB #370 ab dem 2. März 2026 wieder die reguläre Obergrenze für aufeinanderfolgende Käufe derselben Emission angewandt, die in der Regel bei maximal 50 Geschäftstagen liegt.
Die Emission war seit dem 1. Dezember 2025 von einer gelockerten Regel erfasst, die den Zeitraum auf bis zu 75 Geschäftstage ausdehnte. Hintergrund war eine Phase, in der sich Angebot und Nachfrage für bestimmte, in Terminmärkten besonders relevante JGB‑Papierknappheiten im Repo‑Markt deutlich verengten. CTD‑Anleihen sind für die Abwicklung von Futures zentral; wenn diese Papiere knapp werden, kann das zu Spannungen bei Finanzierungssätzen und zur Beeinträchtigung der Marktliquidität führen.
Mit der Rückkehr zu regulären Bedingungen signalisiert die BoJ, dass sie die außergewöhnliche Lockerung für JGB #370 nicht mehr als erforderlich ansieht. Gleichzeitig betont die Zentralbank, die Entwicklung im Kassamarkt und im Repo‑Markt weiter eng zu beobachten. In der Mitteilung wird zudem auf eine technische Grenze verwiesen: Bei der Reduktion des eigenen Repurchase‑Betrags unter dem SLF sei für die relevanten Emissionen eine Obergrenze von 1,5 Billionen Yen erreicht worden; außerdem wurde JGB #362 bereits im Januar aus der Liste gelockerter SLF‑Emissionsbedingungen entfernt.
Parallel veröffentlichte die BoJ eine aktualisierte Quartalsplanung für ihre Outright‑Käufe japanischer Staatsanleihen (JGBs) im Zeitraum Januar bis März 2026. Die Planung nennt je Laufzeitsegment indikative Kaufgrößen pro Auktion und konkrete Auktionstermine; unter anderem werden Käufe in kurzen Laufzeiten, im mittleren Bereich sowie am langen Ende aufgeführt. Die Notenbank weist darauf hin, dass Kaufgrößen Richtwerte sind und Anpassungen je nach Marktlage möglich bleiben.
Auf der Emissionsseite zeigte die Finanzverwaltung am Freitag neue Daten aus der Primärmarktauktion zweijähriger JGBs. Bei der Auktion (Issue 482) wurden nach Angaben des Finanzministeriums 2.145,6 Milliarden Yen zugeteilt, bei eingegangenen Wettbewerbsgeboten von 7.121,4 Milliarden Yen. Die gewichtete Durchschnittsrendite lag bei 1,244 Prozent, die Rendite am niedrigsten akzeptierten Preis bei 1,251 Prozent; die Anleihe trägt einen Kupon von 1,3 Prozent und hat eine Laufzeit bis 1. März 2028.
Zusammengenommen unterstreichen die Veröffentlichungen, dass die BoJ neben der geldpolitischen Ausrichtung auch die Marktmechanik im JGB‑System aktiv im Blick behält. Anpassungen an SLF‑Regeln, Kaufkalendern und die fortlaufende Auktionstätigkeit des Finanzministeriums sind Bausteine, um die Funktionsfähigkeit des Repo‑ und Bondmarktes in einem Umfeld sich wandelnder Zins- und Liquiditätserwartungen zu stabilisieren.