AI‑Chiphersteller Cerebras peilt 3,5‑Milliarden‑Dollar‑Erlös bei Nasdaq‑Börsengang an
Cerebras bietet 28 Millionen Aktien im Bereich von 115–125 US‑Dollar an und könnte damit bis zu 26,6 Milliarden Dollar bewertet werden.
- Cerebras beantragt den Verkauf von 28 Millionen Aktien zu einem Preisband von 115–125 USD je Aktie
- das Angebot umfasst eine Mehrzuteilungsoption.
Nach Angaben eines aktualisierten Börsenprospekts strebt der US‑Hersteller spezialisierter KI‑Chips Cerebras einen Börsengang auf der Nasdaq an, mit einem Emissionserlös von bis zu 3,5 Milliarden US‑Dollar. Geplant ist der Verkauf von 28 Millionen Aktien zu einem Preis zwischen 115 und 125 US‑Dollar je Stück; bei Annahme des oberen Preisspektrums würde die Gesellschaft eine Marktbewertung von bis zu 26,6 Milliarden Dollar erreichen.
Im Mittelpunkt der Geschäftsentwicklung steht inzwischen eine Verschiebung vom reinen Hardwareverkauf hin zu Cloud‑Diensten, die auf eigenen Prozessoren basieren. Das Unternehmen hatte 2024 bereits einen ersten Anlauf für einen Börsengang unternommen, die Anmeldung später aber zurückgezogen, ehe im April erneut Unterlagen eingereicht wurden. Parallel dazu hat Cerebras kommerzielle Liefervereinbarungen abgeschlossen, darunter ein Vertrag aus Januar, demzufolge dem Kunden bis 2028 bis zu 750 Megawatt an KI‑Rechenleistung bereitgestellt werden sollen; die Vereinbarung wurde über die Laufzeit mit einem Wert von mehr als 20 Milliarden US‑Dollar beziffert.
Zugleich zeigen die im Prospekt ausgewiesenen Finanzkennzahlen für das vierte Quartal ein deutliches Umsatzwachstum: Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um etwa 76 Prozent auf 510 Millionen US‑Dollar, und das Unternehmen wies für den Zeitraum einen Nettogewinn von 87,9 Millionen US‑Dollar aus. Der Mitgründer und Geschäftsführer Andrew Feldman verkauft im Rahmen des Angebots keine seiner Anteile; nach dem Börsengang würde er 10,3 Millionen Aktien halten, die am oberen Ende der Spanne einen Wert von rund 1,28 Milliarden Dollar erreichen könnten.
Daneben sieht das Angebot eine übliche Mehrzuteilungsoption vor: Die Konsortialzeichner können nach dem Börsengang bis zu 4,2 Millionen zusätzliche Aktien erwerben, was bei Volllast und im oberen Preisband weitere Erlöse von ungefähr 525 Millionen Dollar bringen würde. Wettbewerbsvergleichsweise sammelte ein Wettbewerber, der Cloud‑Dienste auf Basis von GPUs anbietet, im vergangenen Jahr beim Börsengang rund 1,5 Milliarden Dollar ein, was die aktuelle Kapitalmarktaktivität in diesem Sektor einordnet.