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California, Arizona und Nevada legen dreijährigen Rettungsplan für Colorado River vor

Die drei Bundesstaaten schlagen freiwillige Kürzungen vor, um Lake Mead und Lake Powell zu stabilisieren; das Paket erfordert noch Zustimmung der Wasserbehörden und der Arizona‑Legislative.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: California, Arizona und Nevada legen dreijährigen Rettungsplan für Colorado River vor
Vorgesehen sind freiwillige Einsparungen von 3,2 Millionen acre‑feet bis 2028, plus rund 700.000 acre‑feet durch Effizienz‑ und Infrastrukturmaßnahmen sowie ein Schutzpuffer für Stammesrechte.

Nach Angaben der Wasserbehörden von California, Arizona und Nevada haben die drei Staaten ein gemeinsames, dreijähriges Maßnahmenpaket vorgelegt, das freiwillige Wasserkürzungen am Colorado River vorsieht. Ziel ist es, die Pegel der beiden großen Stauseen Lake Mead und Lake Powell zu stabilisieren und Zeit zu gewinnen, während auf regionaler Ebene weiterhin Uneinigkeit über dauerhafte Verteilungslösungen besteht.

Im Mittelpunkt des Vorschlags stehen freiwillige Einsparungen von insgesamt 3,2 Millionen acre‑feet bis zum Jahr 2028. Daneben sieht das Paket zusätzliche Reduktionen von rund 700.000 acre‑feet vor, die durch verbesserte Bewirtschaftung, Effizienzsteigerungen und Infrastrukturmaßnahmen erzielt werden sollen. Gleichzeitig ist die Schaffung eines sogenannten Conservation Pools geplant, um Bundesverpflichtungen gegenüber indianischen Stämmen in Arizona zu sichern.

Nach dem Schritt präsentieren die Staaten das Paket als einheitliches Ganzes: Es solle entweder vollständig umgesetzt oder abgelehnt werden, eine schrittweise oder selektive Umsetzung sei nicht vorgesehen. Zugleich betonten die Initiatoren, dass noch formale Zustimmungen nötig sind: Die zuständigen Wasserbehörden der drei Staaten müssen dem Plan zustimmen, in Arizona ist zusätzlich die Billigung durch die Legislative erforderlich. Außerdem wird eine Kooperation mit der Bundesregierung für die Umsetzung als notwendig erachtet.

Inzwischen bleibt unklar, ob und wann das Programm in Kraft treten kann, weil die sieben Staaten mit Anspruch auf Colorado‑River‑Wasser bislang nicht zu einer dauerhaften Aufteilung der Kürzungen gefunden haben. Streitpunkte betreffen vor allem die Verteilung der Lasten zwischen nördlichen Bundesstaaten—New Mexico, Utah, Colorado und Wyoming—und den südlichen Staaten, die stärker vom Entnahmedruck an den Stauseen betroffen sind. Daneben verschärfen geringe Schneemengen in den Quellregionen und anhaltende Trockenheit die Lage; die Schneedecke im oberen Einzugsgebiet lag Anfang April deutlich unter dem historischen Mittel.

Gleichzeitig unterstreicht der Vorschlag die Dringlichkeit, kurzfristige Stabilisierungsschritte zu ergreifen, während Verhandlungen über langfristige Lösungen andauern. Sollte das Paket genehmigt werden, würden die freiwilligen Einsparungen und zusätzlichen Maßnahmen kurzfristig zur Entlastung der Stauseen beitragen; ob dies jedoch ausreicht, um nachhaltige Verbesserungen zu erzielen, bleibt abhängig von weiteren Entscheidungen und klimatischen Entwicklungen.