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Alibaba meldet 84% Rückgang der Kernprofitabilität – Cloud und KI wachsen stark

Alibaba meldet im März‑Quartal einen starken Rückgang des bereinigten EBITA, während Cloud‑Erlöse und KI‑bezogene Umsätze deutlich anziehen.

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Titelbild: Alibaba meldet 84% Rückgang der Kernprofitabilität – Cloud und KI wachsen stark
Hohe Ausgaben für Chipentwicklung, Rechenzentren und Schnellhandel drücken die Profitabilität, obwohl Cloud und KI als Wachstumstreiber fungieren.

Nach Angaben von Alibaba fiel das bereinigte EBITA im März‑Quartal auf 5,1 Milliarden Renminbi und damit um 84 Prozent im Jahresvergleich. Diese Kennzahl gibt laut Unternehmen die zugrundeliegende Profitabilität ohne einmalige Effekte wieder und zeigt, wie stark die Ergebnisse durch laufende Investitionen belastet wurden.

Im Mittelpunkt des Berichts steht das Cloud‑Geschäft, das deutliche Dynamik offenbarte: Die Cloud‑Umsätze stiegen um 38 Prozent auf 41,6 Milliarden Yuan, und das bereinigte EBITA der Cloud‑Sparte legte um 57 Prozent zu. Alibaba meldete zudem AI‑bezogene Erlöse in Höhe von 9 Milliarden Yuan und hob anhaltend zweistellige bis dreistellige Wachstumsraten für KI‑Produkte hervor.

Gleichzeitig wirkten sich umfangreiche Investitionen negativ auf die E‑Commerce‑Profitabilität aus. Die bereinigten EBITA der China‑E‑Commerce‑Gruppe sanken um 40 Prozent. Das Unternehmen führt diesen Rückgang auf verstärkte Ausgaben für Schnell‑ bzw. Instant‑Commerce‑Dienste zurück, die Lieferungen innerhalb einer Stunde ermöglichen sollen, sowie auf erhöhte Aufwendungen für Technologieentwicklung und Infrastruktur.

Daneben zeigen die Umsatzzahlen im Kernbereich jedoch Wachstum: Die China‑E‑Commerce‑Umsätze legten insgesamt um 6 Prozent zu, und die Erlöse aus dem Quick‑Commerce‑Bereich wuchsen um 57 Prozent. Alibaba betonte, dass die strategischen Investitionen bereits zu Umsatzsteigerungen geführt hätten und damit kurz- bis mittelfristige Chancen eröffnen.

Nach dem Schritt in Richtung Eigenentwicklung nannte die Unternehmensführung auch Fortschritte bei Chips und Modellen. Alibaba entwickelt eigene KI‑Chips und die Qwen‑Modellreihe, die dem Unternehmen Wettbewerbsvorteile bei Rechenleistung und Margen verschaffen sollen. CEO Eddie Wu sagte, das Annualized Recurring Revenue (ARR) aus AI‑Modell‑ und Anwendungsdiensten solle im Juni‑Quartal 10 Milliarden Yuan übersteigen und bis zum Jahresende 30 Milliarden Yuan erreichen.

Zugleich reagierten die Märkte zunächst verhalten: Die in den USA gelisteten Alibaba‑Papiere gehörten zu den Gewinnern im vorbörslichen Handel, drehten dann aber ins Minus; die Hongkonger Notierung fiel zeitweise um bis zu 4 Prozent und notierte zuletzt mit rund 1,3 Prozent Abschlag. Insgesamt zeichnet der Quartalsbericht das Bild eines Konzerns mit hoher Investitionstiefe, bei dem Cloud und KI das Wachstum vorantreiben, während Kosten für Infrastruktur, Chipentwicklung und Schnellhandel die kurzfristige Profitabilität belasten.