Israelische Kommission: Hamas setzte am 7. Oktober systematisch sexuelle Gewalt ein
Ein unabhängiges Gremium veröffentlicht einen rund 290 Seiten starken Bericht, der sexuelle Gewalt als zentrales Element des Angriffs und der Geiselnahme beschreibt und die Prüfung möglicher Kriegsverbrechen fordert.
Nach Angaben einer von Zivilpersonen geleiteten israelischen Kommission wurde bei dem Angriff am 7. Oktober 2023 und in der anschließenden Geiselnahme sexuelle Gewalt systematisch angewandt. Das Gremium, das im November 2023 eingesetzt worden war, legte am Dienstag seinen rund 290 Seiten umfassenden Bericht mit dem Titel Silenced No More vor und fasst darin die Ergebnisse einer zweijährigen Untersuchung zusammen.
Nach dem Schritt, Beweismaterial zu sammeln und zu verifizieren, beruht die Darstellung der Kommission auf einer Vielzahl von Quellen: UN-Ermittlungen, Aussagen von Überlebenden, gefilmten Aufnahmen und einem Archiv mit mehr als 10.000 Fotos und Videos, das eigenen Angaben zufolge über 1.800 Stunden visuelles Material umfasst. Das Gremium führt zudem mehr als 430 Zeugenaussagen von Überlebenden, Zeugen, Expertinnen und Experten sowie Angehörigen von Geiseln an und beschreibt Opfer aus zahlreichen Nationalitäten.