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Angebote für Kindersexmissbrauch im Netz verdoppelten sich 2025, britische Aufsicht meldet

Die Internet Watch Foundation dokumentiert 15.031 kommerzielle Seiten mit kostenpflichtigem Zugang zu missbräuchlichen Bildern im Jahr 2025 — ein Anstieg von 114 Prozent gegenüber 2024.

JKCM News Redaktion 2 Min Lesezeit
Titelbild: Angebote für Kindersexmissbrauch im Netz verdoppelten sich 2025, britische Aufsicht meldet
IWF: 15.031 kommerzielle Seiten mit Premium‑Zugang zu missbräuchlichen Inhalten in 2025, Anstieg um 114 Prozent.

Nach Angaben der britischen Internet Watch Foundation (IWF) hat sich die Zahl der Websites, die kostenpflichtigen Zugang zu kindlichen Sex‑Missbrauchsabbildungen anbieten, im Jahr 2025 mehr als verdoppelt. Die Aufsicht entdeckte 15.031 kommerzielle Seiten, was einem Anstieg von 114 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Zugleich betont die IWF, dass es sich bei den erfassten Angeboten um kommerzielle Geschäftsmodelle handelt, die «Premium‑Zugang» zu illegalen und missbräuchlichen Inhalten verkaufen. Solche Angebote können demnach Opfer aller Altersgruppen betreffen und laut IWF bis zu besonders schweren und extremen Formen sexuellen Missbrauchs reichen.

Im Mittelpunkt der Analyse steht die zunehmende Professionalisierung jener Plattformen, die sexualisierte Gewalt materiell verwerten. Die dokumentierte Zunahme spiegelt nach Auffassung der IWF eine Ausweitung des Marktes für bezahlte Missbrauchsinhalte wider; Hinweise auf Treiber oder regionale Verteilungen der Seiten enthalten die vorliegenden Auszüge nicht, die Zahlen beziehen sich auf die Gesamtmenge und den Jahresvergleich.

Zugleich stellt die Entwicklung Ermittler, Plattformbetreiber und politische Entscheidungsträger vor erhebliche Herausforderungen. Kommerzielle Strukturen lassen sich nach Einschätzung der IWF schwerer unterbinden als einzelne, frei zugängliche Inhalte, was die Dringlichkeit koordinierter Gegenmaßnahmen erhöht.

Daneben wirft der Befund Fragen zur Prävention und Strafverfolgung auf, etwa zur Erkennung, internationalen Zusammenarbeit und technischen Bekämpfung solcher Angebote. Die IWF‑Zahlen unterstreichen die Notwendigkeit, Konzepte zur Störung gewerblich organisierter Verbreitungswege weiterzuentwickeln, um den Zugang zu besonders schweren Missbrauchsdarstellungen zu erschweren und die Opfer besser zu schützen.