Apple-Aktie rutscht nach Bericht über Probleme beim faltbaren iPhone
Technische Hürden verzögern Apples geplantes faltbares iPhone; Kurs reagierte mit einem deutlichen Einbruch, erholte sich nach späteren Meldungen teilweise.
- Nikkei berichtet von ungelösten Engineering-Problemen
- Aktie fiel kurzfristig bis zu fünf Prozent und schloss deutlich im Minus.
Nach Angaben von Nikkei Asia gerieten Berichte über technische Schwierigkeiten bei Apples erstem faltbaren iPhone am Dienstag zu einem Belastungsfaktor für den Aktienkurs des Konzerns. Die Aktie gab demnach zeitweise bis zu fünf Prozent nach; nach späteren Meldungen zeigte sie eine Teil-Erholung, blieb jedoch im Bereich von drei bis vier Prozent unter den früheren Niveaus stehen.
Im Mittelpunkt der Berichte stehen demnach Engineering-Herausforderungen, für die die bislang vorgeschlagenen Lösungen nicht ausreichen sollen. Sowohl Apple als auch Teile seiner Zulieferkette stünden unter erheblichem Zeitdruck, sodass zusätzliche Zeit notwendig werde, um die offenen Probleme vor Produktionsbeginn zu beheben. April bis Anfang Mai wird dabei als kritische Phase genannt, in der Fortschritte erzielt werden müssten, um den Fertigungsstart vorzubereiten.
Zugleich meldete Bloomberg später, dass das faltbare iPhone weiterhin auf Kurs für eine mögliche Vorstellung im September 2026 sei. Diese widersprüchlichen Signale führten zu deutlicher Volatilität an den Märkten: Nach der Bloomberg-Meldung stabilisierte sich der Kurs zwar etwas, blieb aber spürbar unter den früheren Werten und gab Anlegern Anlass zu Zurückhaltung.
Das geplante faltbare Modell gilt intern als potenziell bedeutsame Erweiterung des iPhone-Portfolios und war für eine Vorstellung zusammen mit dem erwarteten iPhone 18 im September 2026 vorgesehen. Die Auseinandersetzung mit Konstruktions- und Fertigungsfragen erfolgt vor dem Hintergrund eines Marktes, in dem Konkurrenten wie Samsung und Huawei seit Jahren faltbare Geräte anbieten und entsprechende Produktionsprozesse bereits skaliert haben.
Daneben bleibt das klassische iPhone-Geschäft für Apple zentral: Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 entfielen mehr als die Hälfte der berichteten Einnahmen von 143,8 Milliarden US-Dollar auf die iPhone-Sparte. Vor diesem Hintergrund könnten Verzögerungen oder zusätzliche Aufwände bei einem neuen Produktsegment nicht nur image-, sondern auch margenrelevante Auswirkungen haben, solange technische Fragen nicht abschließend gelöst sind.