Artemis II‑Crew wohlbehalten nach Pazifik‑Splashdown zurück auf der Erde
Vier Astronauten kehrten nach einer erfolgreichen Testmission vom Mond zurück; die Mission stellte mehrere Rekorde auf und lieferte erstmals vom Menschen gesehene Bilder der Mondrückseite.
- Die Orion‑Kapsel Integrity splashte im Pazifik
- die Crew wurde per Hubschrauber geborgen und an die USS John P. Murtha übergeben.
Nach Angaben beendete die Artemis II‑Mission die erste bemannte Umrundung des Mondes seit mehr als fünf Jahrzehnten mit einem sicheren Splashdown im Pazifik. Die vierköpfige Besatzung verließ die treibende Orion‑Kapsel und wurde nacheinander in Militärhubschraubern zur wartenden USS John P. Murtha geflogen, wo sie routinemäßig medizinisch untersucht wurden.
Im Mittelpunkt der Mission standen Systemtests und Beobachtungen während des Fluges rund um den Mond. Die Crew dokumentierte Abschnitte der Mondrückseite, die bisher kein Mensch gesehen hatte, erlebte eine totale Sonnenfinsternis und fotografierte eindrucksvolle Planetenkonstellationen. Diese wissenschaftlichen und fotografischen Erträge zählen zu den besonderen Erkenntnissen des Flugs.
Nach dem Schritt des Wiedereintritts durchlief die Orion‑Kapsel Integrity eine Phase intensiver thermischer Beanspruchung und fiel zeitweise in ein Kommunikationsloch. Das Raumfahrzeug trat mit extrem hohen Geschwindigkeiten in die Erdatmosphäre ein; während der Passage wurde eine Spitzengeschwindigkeit von etwa Mach 33 erreicht. Die Belastung des Hitzeschilds während des sogenannten Peak‑Heatings war ein zentraler Punkt des Rückkehrvorgangs und wurde erfolgreich bewältigt.
Zugleich markierte Artemis II eine neue Distanzbestleistung: Die Mission erreichte rund 252.756 Meilen (etwa 406.771 Kilometer) von der Erde und übertraf damit den bisherigen Rekord für die größte Entfernung von Menschen zum Erdmittelpunkt. Der Flug diente als technischer und operativer Vorbereitungsschritt für eine geplante bemannte Mondlandung durch eine Folgecrew in zwei Jahren sowie für die längerfristige Perspektive einer Mondbasis innerhalb des nächsten Jahrzehnts.
Daneben fiel die Besatzungszusammensetzung auf und wurde als historisch eingestuft. Christina Koch wurde damit zur ersten Frau auf einer Mondumfliegung, Victor Glover zum ersten schwarzen Astronauten in einem solchen Flug und Jeremy Hansen zum ersten Nicht‑US‑Bürger in einer Mondumkreisung. Die Auswahl sollte die Vielfalt der Besatzung erhöhen und wurde bei der Rückkehr als bedeutsam hervorgehoben.
In der Missionskontrolle entlud sich Erleichterung und Jubel, als die Kapsel nach der rund sechminütigen Kommunikationsunterbrechung wieder Kontakt meldete und bald darauf sicher im Pazifik zur Ruhe kam. Die NASA wertete die Rückkehr als erfolgreichen Abschluss der Testmission und als wichtigen Meilenstein für die nächsten Schritte des Artemis‑Programms.