Australiens Arbeitslosenquote bleibt bei 4,1%, Vollzeitjobs ziehen an
In Australien blieb die Arbeitslosenquote im Januar bei 4,1%, während die Beschäftigung um 17 800 stieg und sich der Jobzuwachs klar in Richtung Vollzeit verschob
- Die Arbeitslosenquote blieb im Januar 2026 saisonbereinigt bei 4,1%.
- Die Beschäftigung stieg saisonbereinigt um 17 800 auf 14,7038 Millionen Personen.
- Vollzeitjobs nahmen um 50 500 zu, während Teilzeit um 32 700 zurückging.
- Die Unterbeschäftigungsquote erhöhte sich um 0,2 Punkte auf 5,9%.
- Die geleisteten Arbeitsstunden stiegen um 0,6%, getragen von Vollzeitstunden (+0,7%).
Arbeitsmarkt-Snapshot: Die australische Arbeitslosenquote blieb im Januar 2026 saisonbereinigt bei 4,1%. Gleichzeitig stieg die Beschäftigung um 17 800 Personen auf 14,7038 Millionen. Hinter der stabilen Quote steckt eine Verschiebung innerhalb des Arbeitsmarkts: Vollzeitstellen nahmen um 50 500 zu, während Teilzeitstellen um 32 700 zurückgingen. Das spricht dafür, dass Unternehmen Personal eher in regulären Stundenumfängen binden, auch wenn das Gesamtwachstum bei den Jobs moderat ausfiel.
Teilnahme und Unterauslastung: Die Erwerbsquote lag saisonbereinigt bei 66,7% und blieb gegenüber dem Vormonat unverändert. Im Trend ging die Teilnahmequote leicht auf 66,7% zurück und liegt damit 0,6 Prozentpunkte unter dem Hoch von Januar 2025. Parallel dazu kletterte die Unterbeschäftigungsquote saisonbereinigt um 0,2 Prozentpunkte auf 5,9%. Zusammengenommen stieg die breitere Unterauslastung (Arbeitslosigkeit plus Unterbeschäftigung) auf 10,0%. Die Daten deuten damit auf einen Arbeitsmarkt hin, der zwar weiter Beschäftigung aufbaut, aber zugleich mehr Personen zeigt, die ihre Arbeitszeit ausweiten möchten.
Stunden und Struktur: Die geleisteten Arbeitsstunden legten im Januar saisonbereinigt um 0,6% zu. Der Zuwachs kam vor allem aus Vollzeitstunden (+0,7%), während Teilzeitstunden nahezu stagnierten (+0,1%). Dass Stunden und Vollzeitjobs gleichzeitig steigen, passt zu einem robusteren Nachfragebild als bei reinen Kopfzahlen, weil es in der Regel auf höhere Auslastung in Betrieben hinweist. Gleichzeitig mahnt die leicht steigende Unterbeschäftigung, dass nicht alle Gruppen gleichermaßen profitieren und dass der Arbeitsmarkt in Teilen noch Kapazitäten hat.
Trend zeigt leichte Abkühlung der Arbeitslosigkeit: In Trendbegriffen sank die Arbeitslosenquote von 4,2% im Dezember auf 4,1% im Januar. Die Zahl der Arbeitslosen ging im Trend um 8 100 auf 636 300 zurück. Beschäftigung nahm im Trend um 24 700 zu, die monatlichen Arbeitsstunden stiegen auf rund 2 007 Millionen. Dieser Blick glättet kurzfristige Schwankungen und unterstreicht, dass sich der Arbeitsmarkt im bisherigen Jahresverlauf eher stabilisiert als deutlich verschlechtert.
Worauf Märkte und Politik nun achten: In den kommenden Wochen wird entscheidend sein, ob sich die Kombination aus stabiler Quote, mehr Vollzeit und höherer Unterbeschäftigung fortsetzt oder ob sich eine klare Richtung herausbildet. Der nächste Datenpunkt ist die Februar-Erhebung der Arbeitskräfteerhebung, die Mitte März veröffentlicht wird. Für die Einschätzung der Binnenkonjunktur bleiben neben der Arbeitslosenquote insbesondere die Entwicklung der geleisteten Stunden, die Erwerbsquote und die Dynamik bei Vollzeitstellen relevant, weil sie die Auslastung und den Lohndruck im Dienstleistungssektor meist schneller abbilden als reine Kopfzahlen.