Bitcoin notiert nahe 77.700 USD nach Liquidationswelle – Analysten sehen Unterstützung bei 75.000 USD
Nach einem Rücksetzer auf rund 76.700 USD stabilisierte sich Bitcoin in einer engen Spanne; Derivatekennzahlen deuten eher auf Hebelabbau als auf einen strukturellen Ausverkauf hin.
- Open Interest stabil, Funding-Raten niedrig oder negativ
- CoinGlass meldet rund 200 Mio. USD an Liquidationen binnen 24 Stunden.
Nach Angaben von CoinDesk notierte Bitcoin am Freitagmittag Hongkonger Zeit nahe 77.733 USD und bewegte sich damit über die vergangenen 24 Stunden kaum verändert. Im Verlauf der US‑Handelszeiten war der Kurs zeitweise auf etwa 76.685 USD gefallen und scheiterte wiederholt daran, die Marke von 78.000 USD nachhaltig zurückzuerobern.
Die Situation in den Derivatemärkten spricht dafür, dass der jüngste Rücksetzer vornehmlich ein Abbau gehebelter Positionen war und nicht der Beginn eines breiten Marktcrashs. Das Open Interest, also das Volumen offener Futures‑Kontrakte, blieb relativ stabil, während die Finanzierungssätze niedrig bis negativ ausfielen. Dieses Muster legt nahe, dass vor dem Einbruch keine massive Akkumulation von Long‑Hebelpositionen stattgefunden hatte.
CoinGlass registrierte binnen 24 Stunden Liquidationen in Höhe von rund 200 Millionen US‑Dollar, die sich annähernd gleichmäßig auf Long‑ und Short‑Positionen verteilten. Tim Sun, Senior Researcher bei HashKey Group, wertete die Daten als Hinweis darauf, dass viele der betroffenen Trades kurzfristige, hebelgetriebene Versuche des Bottom‑Fishing gewesen seien. Er sieht die Zone zwischen 75.000 und 77.000 USD als klares kurzfristiges Unterstützungsband für Bitcoin.