Brand in Teheraner Einkaufszentrum: Acht Tote, Ermittlungen richten sich gegen Bauunternehmer
Ein Brand im siebenstöckigen Arghavan‑Einkaufszentrum westlich von Teheran forderte mindestens acht Tote; Behörden prüfen leicht entflammbare Fassadenmaterialien und leiteten strafrechtliche Schritte gegen den Bauunternehmer ein.
- Acht Tote, 36 Verletzte
- Haftbefehl gegen den Bauunternehmer erlassen, Untersuchung möglicher Sicherheitsmängel läuft.
Nach Angaben staatlicher Medien starben bei einem Großbrand im Arghavan‑Einkaufszentrum westlich von Teheran mindestens acht Menschen. Weitere 36 Personen wurden verletzt; die Behörden warnten, die Zahl der Opfer könne noch steigen. Die Meldungen schildern dichte Rauchschwaden, die sich über die umliegende Bebauung legten und die Rettungsarbeiten erheblich erschwerten.
Im Mittelpunkt stand ein siebenstöckiger Komplex, in dem nach Betreiberangaben mehr als 250 Geschäfte sowie rund 50 Büros untergebracht waren. Einsatzkräfte arbeiteten über Nacht, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen; dabei konzentrierten sich die Maßnahmen zunächst auf Löscharbeiten und Menschenrettung. Die lange Betriebsdauer und die Größe des Gebäudes erschwerten demnach die Einsätze vor Ort.
Zugleich leitete die Staatsanwaltschaft in Shahriar eine strafrechtliche Untersuchung ein, um die Brandursache zu klären. Im Rahmen dieser Ermittlungen wurde ein Haftbefehl gegen den Bauunternehmer des Einkaufszentrums erlassen. Im Fokus der Prüfung stehen mögliche Sicherheitsmängel und Vernachlässigungen im Bau oder Unterhalt des Objekts, heißt es in offiziellen Verlautbarungen.
Inzwischen deuten erste Feststellungen darauf hin, dass leicht entflammbare Materialien an der Fassade die rasche Ausbreitung der Flammen begünstigt haben könnten. Konkrete technische Gutachten zur Ursache des Feuers und zur Zusammensetzung der verwendeten Baustoffe wurden bislang jedoch nicht veröffentlicht. Behörden kündigten an, ähnliche Gebäude prüfen zu wollen, um ein Wiederauftreten vergleichbarer Unglücke zu verhindern.