Terafab: SpaceX‑Antrag nennt bis zu 119 Milliarden Dollar Kosten für Chipfabrik in Texas
Unterlagen aus Grimes County zeigen, dass die erste Phase der von Elon Musk angekündigten Terafab‑Anlage 55 Milliarden Dollar kosten soll; ein vollständiger Ausbau könnte sich auf bis zu 119 Milliarden Dollar belaufen.
- Einreichung in Texas nennt konkrete Kostenschätzungen und Antrag auf Steuererleichterungen
- Intel hat sich dem Projekt angeschlossen.
Nach Angaben öffentlicher Unterlagen aus Grimes County, Texas, würde die erste Bauphase der von Elon Musk initiierten Terafab‑Chipfabrik rund 55 Milliarden US‑Dollar kosten. Die Papiere nennen ferner ein mögliches vollständiges Ausbauvolumen von bis zu 119 Milliarden Dollar für den kompletten Komplex. Damit liegen erstmals konkrete Kapitalangaben vor, die zuvor nur in allgemeinen Ankündigungen skizziert worden waren.
Im Mittelpunkt des Antrags steht ein Gesuch von SpaceX, das als von Musk kontrolliertes Unternehmen auftritt, um ein Grundstückssteuererleichterungsabkommen. Die Behörde in Grimes County hat eine öffentliche Anhörung für den 3. Juni angesetzt, bei der über den vorgeschlagenen Nachlass entschieden werden soll. Die Einreichung enthält keine detaillierten Zeitpläne für die Fertigstellung einzelner Bauabschnitte.
Nach dem Schritt, das Projekt offiziell zu starten, hatte Musk Terafab als integrierten Fertigungskomplex beschrieben, der Logik‑ und Speicherchips sowie fortgeschrittenes Packaging unter einem Dach vereinen soll. Die Anlage ist demnach darauf ausgelegt, Chips für SpaceX, die KI‑Firma xAI und Tesla zu produzieren; die drei Unternehmen sollen den Komplex gemeinsam tragen. Musk hatte das Projekt im März offiziell angekündigt.
Zugleich kündigte Intel im April an, sich am Terafab‑Projekt zu beteiligen und beim Design, der Fertigung und dem Packaging leistungsfähiger Chips mitzuwirken. Für Intel markiert die Kooperation eine nennenswerte externe Verpflichtung der Foundry‑Aktivitäten, die bislang überwiegend interne Fertigungsvorgänge bedienten. Tesla gab außerdem an, Teile der Produktion auf Intels kommendem 14A‑Prozess basieren zu lassen.
Daneben weisen die Unterlagen darauf hin, dass SpaceX die initiale Phase des hochskalierenden Terafab übernehmen soll, nennen jedoch keine detaillierten zeitlichen Vorgaben für einzelne Bauabschnitte. Die Offenlegung der geplanten Investitionsgrößen erfolgt in einer Phase, in der SpaceX vor einer möglichen Börsennotierung steht und in den vergangenen Wochen vertrauliche IPO‑Unterlagen eingereicht hat.